Zum Auftakt des 20. Spieltages hat das Überraschungsteam SC Paderborn seine Serie auf 16 Spiele ohne Niederlage durch ein 3:2 (1:1) gegen Union Berlin ausgebaut. Für Paderborn war es der zwölfte Saisonsieg und der dritte in Folge. Zuletzt verlor das Team von Trainer Roger Schmidt am vierten Spieltag gegen Fürth (0:1).Bei eiskalten Temperaturen in der Energieteam-Arena in Paderborn kamen die Hausherren gleich auf Betriebstemperatur. Nick Proschwitz wurde im Strafraum von Berlins Markus Karl gefoult, woraufhin der Gefoulte selbst den Elfmeter sicher zum frühen 1:0 für die Paderborner verwandelte (7.). Die Führung hielt jedoch nicht lange. Bereits in der 14. Minute glich Unions Kapitän Torsten Mattuschka per Freistoß aus.Die Ostwestfalen fanden nach dem Ausgleich nicht mehr zu ihrem Spiel zurück. Berlin dominierte hingegen die Partie, ohne dem Spiel in Hälfte eins die entscheidende Wende zu geben.
Die zweite Halbzeit begann wie die erste: Paderborn machte von Beginn an Druck und suchte den Weg zum Tor. Belohnt wurde der Elan in der 50. Minute durch den Treffer von Daniel Brückner zur erneuten Führung für Paderborn. Nun lief es für das Schmidt-Team: Alban Meha erzielte per Freistoß das 3:1 (62.). Für den Anschlusstreffer sorgte Silvio in der 69. Spieminute.

Aufstiegskandidat SpVgg Greuther Fürth patzte hingegen und unterlag 1:3 (0:1) bei Dynamo Dresden.Auch in Dresden legte das Gastgeberteam einen Frühstart hin, die Gäste aus Fürth wurden überrascht. Nach einem zentimetergenauen Diagonalball von Romain Bregerie nahm Robert Koch aus knapp 19 Metern den Ball direkt und überwand SpVgg-Keeper Max Grün sehenswert zur Führung für Dynamo (7.). Die Hausherren agierten im weiteren Verlauf der ersten Hälfte spielbestimmend und ließen dem Aufstiegsanwärter kaum Raum in der Offensive. So gaben die “Kleeblätter” in den ersten 45 Minuten nicht einen einzigen richtigen Toschuss ab.
Christopher Nöhte hatte in der 52. Minute die große Chance auf den Ausgleich, vergab den Kopfball jedoch in aussichtsreicher Position. Praktisch im Gegenzug markierte Dresden das 2:0. Mickael Pote ließ Grün mit einem satten Flachschuss keine Abwehrmöglichkeit (53.). Aus dem Nichts fiel dann doch noch der Anschlusstreffer für Fürth, als Sercan Sararer eine Flanke über den Fuß rutschte und so Wolfgang Hesl im Dynamo-Tor keine Abwehrchance ließ (62.). Zlatko Dedic sorgte in der 73. Minute für die endgültige Entscheidung zugunsten des Schmidt-Teams. Fürths Bernd Nehrig vergab in der Schlussphase noch den erneuten Anschlusstreffer, als Hesl einen Elfmeter des Verteidigers parierte (79.)

Im dritten Freitagsspiel gewann der FSV Frankfurt 2:1 (1:0) beim MSV Duisburg.Der MSV begann äußerst couragiert und erarbeitete sich schon in der Anfangsphase drei hochkarätige Möglichkeiten. Zunächst lenkte Björn Schlicke den Ball vor dem einschussbereiten Emil Jula noch zu seinem Torwart Patric Klandt (2.), kurz darauf parierte der FSV-Torhüter gegen Jula sicher (2.). In der fünften Minute war Klandt bereits geschlagen, doch Daniel Brosinski schoss frei vor dem Tor über das Gehäuse.
Die vergebenen Großchancen sollten sich schnell rächen. Chadli Amri verpasste den Führungtreffer für Frankfurt noch knapp (15.). Wenig später war Ilijan Micanski, der erst im Winter vom 1. FC Kaiserslautern ausgeliehen worden war, nach Vorarbeit von Marcel Gaus zum 1:0 für den FSV erfolgreich (17.). Bis zum Halbzeitpfiff ergaben sich in der höhepunktreichen Partie für beide Mannschaften weitere gute Einschussmöglichkeiten, die jedoch allesamt nicht genutzt wurden.Gleich nach dem Seitenwechsel erzielte der MSV durch Goran Sukalo den nicht unverdienten Ausgleich, als er nach einer Hereingabe von Benjamin Kern am höchsten steig und Klandt überwand (47.). In den letzten 30 Minuten der Begegnung wurde Frankfurt nun wieder offensiver und ging durch den zweiten Treffer von Micanski erneut in Führung (68.). Mattuschka sah in der 79. Minute noch die Gelb-Rote Karte, in Unterzahl brachte Union die knappe Führung aber über die Zeit.
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