Nur eine Woche nach seinem Einstieg als Investor beim Fußball-Zweitligisten TSV 1860 München hat die Schwarzer Unternehmensgruppe ihr Engagement wieder beendet.
Die Deutsche Fußball Liga (DFL) habe signalisiert, dass die Vereinbarungen zwischen 1860 und dem Berliner Unternehmen auf erhebliche Bedenken stoßen, teilte der Club mit. «Der Verein und Herr Schwarzer haben deshalb beschlossen, den Genehmigungsantrag zurückzuziehen und die Investition bis auf weiteres auf Eis zu legen.» Der Privatinvestor sollte schrittweise Millionensummen in unbekannter Höhe für Transfers zur Verfügung stellen.
Der Immobilienunternehmer war zeitgleich mit dem früheren «Löwen»-Profi Miroslav Stevic, der den beurlaubten Stefan Reuter als Sportdirektor ablöste, beim finanziell angeschlagenen Münchner Traditionsclub eingestiegen. Die Investition von Schwarzer war für Spielereinkäufe in den nächsten vier Transferperioden gedacht. Das Geld sollte zunächst als «nachrangiges Darlehen» an 1860 verbucht werden, hätte aber von Schwarzer gegen Anteile an die Spielbetriebsgesellschaft des Clubs eingetauscht werden können.
Schwarzer hätte sich nach und nach Anteile an de Kommanditgesellschaft auf Aktie sichern können, laut 1860- Vizepräsident Michael Hasenstab maximal «zwischen 15 und 25 Prozent». Auf das Darlehen sollte Schwarzer Zinsen erhalten, außerdem wäre er an einem künftigen möglichen Gewinn der «Löwen» beteiligt gewesen.