BPOL-KL: Fußballfans randalieren im Zug – Notbremse gezogen
Reichlich Ärger für die Bundespolizei war die Bilanz der Fußballbegegnung Karlsruhe gegen Kaiserslautern am Samstagnachmittag. Es kam zu insgesamt 85 vorläufigen Festnahmen. Die Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern hat die Ermittlungen aufgenommen und gegen alle Beteiligten ein Strafverfahren eingeleitet. Für den Zugverkehr bedeuteten das ein Totalausfall und zwei Teilausfälle. Acht Züge verspäteten sich um rund 20 Minuten. Die Höhe des angerichteten Schadens steht noch nicht fest.
Schon bei der Anreise kam es in den Zügen der Deutschen Bahn AG zu einer Vielzahl von Sachbeschädigungen. Eingeschlagene Deckenverkleidungen, Farbschmierereien, aufgeschlitzte Sitze, herausgerissene Aschenbecher, eingeschlagene Scheiben und herausgerissene Feuerlöscher waren das Werk von rund 200 Karlsruher Problemfans. Durch entzünden von Feuerwerkskörpern erlitt ein Beamter leichte Verletzungen.
Mit Streitigkeiten und Schlägereien zwischen den Fußballanhängern begann die Heimfahrt nach Karlsruhe. Zudem kam es auch zu einem Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Ein stark alkoholisierter Mann attackierte einen Bundespolizisten, weil er einem Platzverweis nicht nachkommen wollte.
Erneute Randale in Neustadt/Weinstraße
Zu einem weiteren Zwischenfall kam es dann beim Halt in Neustadt/Weinstraße. Karlsruher Fans besuchten das dort stattfindende Weinfest. Hier kam es zu erneuten Auseinandersetzungen mit Kaiserslauterer Fans, wo es auch zu Flachenwürfen kam. Bei der Weiterfahrt nach Karlsruhe ging die Randale weiter. Nachdem mehrfach grundlos die Notbremse gezogen wurde, musste der Zug in Landau endgültig gestoppt werden.
Durch den Einsatz der Bundespolizei konnte die Randale unterbunden werden. Es kam zu insgesamt 85 Gewahrsamnahmen. Nach den polizeilichen Maßnahmen konnten die Karlsruher Fans gegen 22.00 Uhr ihre Heimreise fortsetzen.
Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern