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Braunschweig:Polizei durchsucht Wohnungen von Hooligans [17.12.09]

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19:08
17. Dezember 2009


admin

Admin

Beiträge 6348

Ermittler der Bundespolizei und der Polizei in Braunschweig haben am Donnerstag 26 Wohnungen gewaltbereiter Fußballfans durchsucht. Wie die Polizei mitteilte, werden die Hooligans aus der Braunschweiger Szene verdächtigt, an mehreren gewalttätigen Streitereien und Übergriffen am Rande eines Fußballspiels der Oberliga am 7. November im Bremer Umland beteiligt gewesen zu sein. Die Tatverdächtigen sind im Alter zwischen 19 und 37 Jahren. Ihnen drohen Anklagen wegen Landfriedensbruchs, Körperverletzung und Sachbeschädigung.

Die Gruppe der Hooligans soll an dem Tag zunächst ein Fußballspiel in Osterholz-Scharmbeck «massiv gestört» haben. Die Leute wurden deshalb des Platzes verwiesen und lieferten sich anschließend Rangeleien mit der Polizei. Sie fuhren danach mit dem Zug weiter nach Bremen, wo es in einem Schnellrestaurant ebenfalls zu Schlägereien kam. Zehn Personen wurden in Gewahrsam genommen.

Am Abend des 7. November habe es zudem in Weddel (Kreis Wolfenbüttel) einen Überfall auf Fans von Hannover 96 gegeben. Auch diese Tat bringen die Ermittler mit den Hooligans aus dem Bremer Umland in Verbindung.

Bei den Wohnungsdurchsuchungen fanden die Beamten unter anderem «diverse Datenträger», Sturmhauben, einen Schlagring sowie geringe Mengen Betäubungsmittel.

Der Präsident der Bundespolizeidirektion Hannover, Thomas Osterroth, erklärte, die Bundespolizei wolle der wachsenden Gewalt in und an Fußballstadien konsequent entgegentreten. «Unsere Strategie ist es, randalierende und gewalttätige Fußballrowdys erst gar nicht bis in die Stadien kommen zu lassen», sagte er. Polizeipräsident Harry Döring betonte, man müsse zwischen Fußballfans und gewaltbereiten Straftätern unterscheiden. «Sportvereine und Verbände müssen sich von dieser Art Gewalt distanzieren und tätig werden», bekräftigte er.

Unterdessen kündigte Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) an, mögliche Gewalttaten von niedersächsischen Hooligans bei der Fußball-WM 2010 in Südafrika mit allen Mitteln verhindern zu wollen. «Wenn Erkenntnisse vorliegen, dass gewaltbereite Fußballanhänger aus Niedersachsen nach Südafrika reisen wollen, um dort Gewalttätigkeiten zu begehen, stehen uns vielfältige präventiv-polizeiliche Maßnahmen zur Verfügung», sagte er.

Auch Schünemann sprach von einer wachsenden Gewalt in der einschlägigen Fußballszene. «Wir haben fast mehr Straftaten in der Dritten Liga als in der Bundesliga», sagte er. Insgesamt gehörten in Niedersachsen etwa 1500 Personen der engeren Ultra-Bewegung an.

Im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft soll die Polizei bekannten Straftätern Hausbesuche abstatten und sie mit einer «Gefährder-Ansprache» warnen. Der Innenminister erklärte: «Die Betroffenen wissen so genau, dass wir sie im Blick haben. Gibt es darüber hinaus Erkenntnisse, dass sie weiter gewaltbereit sind, kann es sein, dass sie sich jeden Tag bei der Polizei melden müssen.» Als letztes Mittel zog Schünemann in Erwägung, die Pässe der sogenannten «Ultras» einzuziehen und sie an Flughäfen zurückweisen zu lassen, sollte ein Ausreiseversuch unternommen werden.
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19:10
17. Dezember 2009


admin

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Beiträge 6348

POL-BS: 220 Bundes- und Landespolizisten durchsuchen Wohnungen Braunschweiger Fußballrowdies – Gemeinsame Ermittlungsgruppe eingerichtet

Braunschweig (ots) – Braunschweig, 17.12.2009

    Auf Beschluss des Amtsgerichts Braunschweig hat heute Morgen zeitgleich die Durchsuchung in 26 Wohnungen in Braunschweig und Umgebung stattgefunden.

    Anlass sind Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Braunschweig und der Polizei gegen Angehörige der gewaltbereiten Braunschweiger Fußballszene im Alter von 19 bis 37 Jahren.

    Sie werden beschuldigt, Landfriedensbruch, Körperverletzung und Sachbeschädigungen begangen zu haben.

    Vorausgegangen waren gewalttätige Übergriffe am 07.11.2009 in Osterholz-Scharmbeck, Bremen und Weddel bei Braunschweig im Zusammenhang mit Fußballspielen.

    Bei den Durchsuchungen wurden unter Anderem diverse Datenträger, Sturmhauben, Schlagring, sowie geringe Mengen Betäubungsmittel gefunden.

    Die weitere Auswertung der beschlagnahmten Gegenstände durch eine gemeinsame Ermittlungsgruppe der Bundes- und Landespolizei wird noch einige Tage in Anspruch nehmen.

    Der Präsident  der Bundespolizeidirektion Hannover, Thomas Osterroth, erklärte, dass die Bundespolizei der wachsenden Gewalt konsequent und nachhaltig begegnet. "Unsere Strategie ist es, randalierende und gewalttätige Fußballrowdys erst gar nicht bis in die Stadien kommen zu lassen!"

    Polizeipräsident Harry Döring hob hervor, Fans nicht mit gewaltbereiten Straftätern gleich zu setzen. "Sportvereine und Verbände müssen sich von dieser Art Gewalt distanzieren und tätig werden. Prävention ist ganz wichtig!"

Polizei Braunschweig

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