Pokalderby – Bochumer Polizei hat in der "Dritten Halbzeit" gut zu tun
Gut zu tun haben die Polizeikräfte, die am 22. September bei dem Pokalspiel zwischen dem VfL Bochum und Schalke 04 eingesetzt sind. Ist es vor und während des Derbys aus polizeilicher Sicht vergleichsweise ruhig, kommt es nach Spielende immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen den rivalisierenden Fan-Gruppen, die sich wechselseitig provozieren und angreifen. Gegen 22.40 Uhr müssen die Beamten an der Stadionkreuzung Pfefferspray einsetzen, um ca. 60 Schalke- und 30 VfL-Fans zu trennen. Dabei werden ein Polizist sowie zwei Schalker leicht verletzt. Gegen 23.10 Uhr halten die Einsatzkräfte in der Nähe des Bochumer Hauptbahnhofes eine radikale Gruppe von Bochumer Risiko-Fans davon ab, gleich gesinnte Schalker anzugreifen. Unter diesen Bochumern befinden sich übrigens auch zehn polizeibekannte Risikoanhänger von Borussia Dortmund. Kurz vor Mitternacht eilen Polizisten zur Bochumer Straße in Wattenscheid. In der Straßenbahn der Linie 302, die in Richtung Gelsenkirchen unterwegs ist, war es gegen 23.55 Uhr zu einem Raubdelikt gekommen. Zwei Schalker hatten auf einen Bochumer Fußballanhänger eingeschlagen und ihm ein Megafon entwendet. Die Kriminellen (20/24) können noch in der Bahn festgenommen werden. Zu einem weiteren Polizeieinsatz kommt es eine halbe Stunde später im Wanne-Eickeler Hauptbahnhof. Dort beschädigen fünf alkoholisierte Fußballfans aus Recklinghausen, die zwischen 19 und 20 Jahre alt sind, zwei Wahlplakate – nach eigenen Angaben aus Langeweile. Übrigens: Das Pokalspiel hat auch ein internationales Flair. Warum? Zehn junge Polizeistudenten aus Rotterdam schauen ihren deutschen Kollegen bei dem Fußballeinsatz sehr interessiert über die Schultern.
Polizeipräsidium Bochum