Wieder sorgen Fortuna-Fans für Negativschlagzeilen. Bei der Anfahrt zum Zweitligaspiel gegen MSV-Duisburg im Wedauer Stadion randalierten am Montagabend Dutzende Düsseldorfer Rowdies in mehreren Stadtbahnen der Linie U 79.
Sie wüteten in drei Zügen und richteten Schäden von mehreren 10 000 Euro an. Es gab keine Festnahmen.
Zuvor hatten sich 500 Fortuna-Fans in und vor der Fan-Kneipe „Kastanie" an der Stockumer Kirchstraße getroffen. Sie drängten in zwei U 79-Bahnen. Während es in einer Ersatzbahn der Rheinbahn ruhig blieb, kam es im vorausfahrenden Linienzug der Duisburger Verkehrsgeselllschaft immer wieder zu Störungen. An der Kittelbachstraße ging es nicht weiter, weil Fans ständig die Türen blockierten. Mehrere nachfolgende Züge blieben stecken – bis zu 30 Minuten lang. Der Missmut der anreisenden Besucher wurde immer größer, weil sie fürchteten, den Anpfiff zu verpassen.
Schäden von mehreren 10 000 Euro
Die Polizei wollte deshalb die U 79 an der Kittelbachstraße räumen, da gelang es den vier mitfahrenden Beamten doch noch, für Ruhe zu sorgen. Aber nur kurze Zeit. Bis 19.20 Uhr, bis zur Haltestelle Sittardstraße in Duisburg, nahmen Düsseldorfer Randalierer den Zug regelrecht auseinander, rissen Sitze heraus, zündeten Polster an, warfen Feuerwerkskörper, hebelten die Türen aus der Verankerung oder traten sie ein, zerstörten Beleuchtungen und Strom-Abdeckungen. „Ein Desaster", so der Sprecher der Duisburger Verkehrsgesellschaft, Helmut Schoofs.
An der Endstation räumte die Polizei den Zug. Die Vandalen konnten aber nicht ermittelt werden. Schoofs bedauerte: „Wir hätten es gerne gesehen, dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden." Für den Schaden muss nun die Verkehrsgesellschaft aufkommen. Allein in der einen verwüsteten Bahn sind dafür mindestens 25 000 Euro nötig.
Um ähnliche Zerstörungen auf der Rückfahrt zu verhindern, sperrte die Polizei nach dem Heimspiel eine Straße ab und begleitete die Düsseldorfer stattdessen zur S-Bahn. Dabei kam es zu keinen größeren Ausschreitungen.
Ein Nachspiel wird es wohl nicht geben. Schoofs: „Es kann nicht die Konsequenz sein, dass wir Fans nicht mehr zu den Spielen fahren."
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