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09:46 3. September 2009
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Von schweren Ausschreitungen ist das Regionalliga-Derby zwischen dem SV Waldhof und der U-23-Auswahl des 1. FC Kaiserslautern begleitet worden. Der 2:0 (2:0)-Sieg der Pfälzer nach Treffern von Mathias Abel (17.) und Steven Zöllner (37.) rückte vor 10 023 Besuchern im Carl-Benz-Stadion in den Hintergrund. In der 56. Spielminute unterbrach Schiedsrichter Tobias Welz (Wiesbaden) für 20 Minuten die Partie, weil im Gäste-Fanblock wiederholt bengalische Feuer und Raketen gezündet wurden.
Was sich zuvor abspielte, bekamen nur die wenigsten der Besucher mit: "Kurz vor der Halbzeit kamen rund 150 bis 200 Waldhof-Anhänger hinter der Südtribüne zusammen, rannten Richtung Gäste-Fanblock und bewarfen Polizeibeamte über einen Sicherheitszaun mit Steinen, Ästen, Feuerzeugen und vielen anderen Gegenständen. Daraufhin mussten wir einschreiten", berichtet Polizeipressesprecher Martin Boll. Büsche in Brand gesetzt
Provoziert davon, standen rund 1300 FCK-Fans dem in nichts nach. Schon in der Pause musste die Feuerwehr einen Brand in einem Gebüsch hinter der Westtribüne löschen. Über den Stadionsprecher drohte Welz zu Beginn der zweiten Halbzeit, im Wiederholungsfall die Partie abzubrechen. Kurz nach dem Wechsel (56.) schickte er die Spieler für 20 Minuten in die Kabinen, nachdem FCK-Fans erneut bengalische Feuer zündeten. Als sich die erhitzten Gemüter beruhigt hatten, konnte die Partie regulär beendet werden.
Scharfe Kritik äußerte Waldhof-Coach Walter Pradt am DFB: "Es ist Dummheit pur, ein solches Spiel, dessen Brisanz bekannt ist, an einem Tag anzusetzen, an dem die Zweitligamannschaft von Kaiserslautern nicht spielt. Da sollten sich einige Leute mal Gedanken machen. Dann hätte vieles von dem, was sich heute abgespielt hat, vermieden werden können. Jetzt sind die beiden Vereine wieder die Verlierer. Diesem Mob kann kein Klub Herr werden."
Auch SVW-Geschäftsführer Andreas Laib war fassungslos: "Wir werden uns mit allen Verantwortlichen, auch der Polizei, zusammensetzen. Dann wird es eine Stellungnahme an den DFB geben. Momentan fehlen mir noch die Worte", äußerte er zu Konsequenzen.
Auch nach Spielende waren die Polizeikräfte schwer damit beschäftigt, die randalierenden Fans zu kontrollieren. Zwei Hundertschaften waren am Hauptbahnhof bemüht, die Fan-Lager bei der Abreise der FCK-Fans zu trennen und die kritische Situation zu entschärfen, das Areal war weiträumig abgesperrt. Rettungsdienste hatten alle Hände voll zu tun und berichteten von mehreren Verletzten, das THW leuchtete die Umgebung taghell aus. Mindestens ein Molotow-Cocktail wurde geworfen, erst spät in der Nacht beruhigte sich die Lage. http://www.morgenweb.de/nachri…..00900.html
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09:50 3. September 2009
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SV Waldhof Mannheim – 1.FC Kaiserslautern
Kurz und knapp, heiße Luft kann man in diversen Foren loswerden.
Insgesamt knapp über 10.000 Zuschauer, davon schätzungsweise 2.500 aus der Pfalz. Zu Spielbeginn (15 Minuten später) war Lautern noch nicht im Block, Stehränge waren mit Kutten voll. ~30 Hools machten es sich Rechts oben auf der Gästetribüne gemütlich. Auf Mannheimer Seite gab's zum Intro eine Wendechoreo aus Plastikfolien, einmal das Waldhoflogo, auf der Rückseite Scheiß FCK – dazu jeweils 3 Doppelhalter. Nettes Bild, jedoch nix besonderes.
Stimmung bei Lautern unkoordiniert und deswegen nur selten in Hälfte 1, wenn dann aber laut und deutlich. Mannheim konnte in der ersten Hälfte im Großen und Ganzen überzeugen und legte über die kompletten ersten 45 Minuten guten Support hin. Hätten aber auch ein paar Antilieder weniger sein können, sei es drum. Dann irgendwann, auch noch Hälfte 1, Spruchband + Schalpräsentation (ca. 20 Kuttenschals), später gesellten sich noch div. Fahnen dazu, jedoch nichts nennenswertes. Ebenfalls vor der Halbzeit entfernten sich Cityboys und Umfeld-C-Leute von den Plätzen – ebenso Lauterer Motivierte, hinter der Gegengerade schepperte es wohl (nach Anzahl der Polizeikräfte, die hinter die Gegengerade gerannt sind + Zuschauer, die raus sind) ganz ordentlich, genaueres ist nicht bekannt. Zwischenzeitlich kurzer Sturm des Pufferblocks auf der Gegengerade, wurde aber von Zivis mit Tränengas (sah so aus) unterbunden – zog sich alles durch die Halbzeit.
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18:56 3. September 2009
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Krawall-Nacht in Mannheim
Acht verletzte Polizisten, 36 Festnahmen und ein Sachschaden von rund 50.000 Euro: Das ist die Schreckensbilanz nach den schweren Krawallen beim Regionalligaspiel zwischen dem SV Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern II (0:2). In der Halbzeitpause des Spiels am Mittwochabend waren Polizisten zunächst von rund 200 Mannheimer Anhängern angegriffen und mit Steinen beworfen worden. Die Beamten antworteten nach Angaben eines Polizeisprechers mit “massivem Schlagstockeinsatz”.
In der zweiten Halbzeit musste Schiedsrichter Tobias Welz (Wiesbaden), von Beruf Polizeibeamter, das Spiel für 20 Minuten unterbrechen, nachdem Fans des 1. FC Kaiserslautern Raketen und bengalische Feuer gezündet hatten. Dabei wurden Büsche in Brand gesetzt, die Feuerwehr musste zum Löscheinsatz anrücken. Die Polizei riegelte das Stadion ab, um die prügelnden Fans unter Kontrolle zu bringen. Nach der Partie wurden die rivalisierenden Fan-Gruppen am Mannheimer Bahnhof mit Wasserwerfern zurückgehalten. Schon bei der Ankunft am Hauptbahnhof hatten FCK-Fans Rauchbomben gezündet und den Zugverkehr lahmgelegt.
“Diesem Mob kann kein Verein Herr werden”, sagte Waldhof-Trainer Walter Pradt. Heftige Kritik äußerte er am Deutschen Fußball-Bund (DFB). “Es ist Dummheit pur, ein solches Spiel, dessen Brisanz bekannt ist, an einem Tag anzusetzen, an dem die Zweitligamannschaft von Kaiserslautern nicht spielt. Da sollten sich einige Leute mal Gedanken machen. Vieles von dem, was sich hier abgespielt hat, hätte vermieden werden können. Jetzt sind die beiden Vereine wieder die Verlierer”, sagte Pradt.
Zwischen den Fans aus Mannheim und Kaiserslautern gibt es seit Jahrzehnten Spannungen. Es war das erste Aufeinandertreffen von Mannschaften beider Vereine seit acht Jahren. Weil die Profis der “Roten Teufel” wegen der Länderspielpause in dieser Woche nicht spielen, hatten über 1000 Fans – wesentlich mehr als gewöhnlich – die zweite Mannschaft zur Partie nach Mannheim begleitet.
Vor Saisonbeginn hatte der DFB-Sicherheitsbeauftragte Helmut Spahn noch erklärt: “Grundsätzlich ist der Spielbetrieb, vor allem in den Stadien der ersten vier Ligen, sicher.” Ein Trugschluss, wie sich nun erwies. Der DFB hat nach den Vorfällen die Ermittlungen aufgenommen. Zunächst sollen die Vereine Stellungnahmen abgeben. Unterdessen wurden bis zum Donnerstagmorgen alle vorläufig festgenommenen Personen wieder freigelassen.
Es waren die schwersten Ausschreitungen seit Februar 2007, als am Rande des Spiels 1. FC Lok Leipzig gegen Erzgebirge Aue II 36 Polizisten und 6 Zivilisten verletzt worden waren. Im Profi-Fußball war es zuletzt am 6. März nach dem Zweitliga-Spiel FC St. Pauli gegen Hansa Rostock zu Krawallen gekommen. Damals lieferten sich etwa 1000 St. Pauli-Fans sowie Hamburger Autonome eine Straßenschlacht mit der Polizei, bei der acht Personen verletzt wurden.
In der anschließenden Sicherheitsdebatte hatten Vertreter der Polizeigewerkschaften unter anderem eine Präventivhaft für Hooligans und eine Beteiligung des Fußballs an den Einsatzkosten der Polizei gefordert. Dies hatten Vertreter des DFB und der Deutschen Fußball Liga (DFL) energisch zurückgewiesen. http://www.stuttgarter-nachric…..hp/2184754
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19:03 3. September 2009
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12:57 4. September 2009
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Zuschauer kritisieren Vorgehen der Polizei
Mario Scoletto kann nicht glauben, was er am Mittwochabend im Carl-Benz-Stadion erlebt hat. Er hatte sich den SV Waldhof anschauen wollen, war nach dem 0:2-Rückstand kurz vor der Pause allerdings so enttäuscht, dass er beschloss, wieder zu gehen. Doch er kam nicht aus dem Stadion, die Polizei hatte es abgeriegelt. “Man zahlt für etwas Eintritt und wird dann daran gehindert, wenn man vorzeitig gehen will – das habe ich noch nie erlebt”, schimpft er. “Und was wäre, wenn eine Massenpanik ausgebrochen wäre?”
Mit seinem Ärger ist Scoletto nicht allein. Viele andere, nach eigenen Angaben friedliche Fans waren sauer, dass sie das Stadion nicht verlassen konnten. Und es gibt noch schwerere Vorwürfe gegen die Polizei: So sollen völlig unbeteiligte Fußball-Anhänger von Polizisten-Knüppeln getroffen worden sein und “CS-Gas” abbekommen haben.
600 Polizisten beteiligt
Polizeisprecher Martin Boll verteidigt das Verhalten seiner insgesamt 500 Kollegen, die von weiteren 100 Bundespolizisten am Hauptbahnhof unterstützt wurden. “Die Abriegelung des Stadions war unabdingbar, um die Situation in den Griff zu bekommen.” Denn kurz vor der Halbzeit waren laut Boll Polizisten von knapp 200 Waldhof-Fans “massiv angegriffen” worden. “Die wollten den Zaun zur Gästetribüne einreißen und bewarfen die Polizisten mit Balken, Steinen und mit Handtuchhaltern und Papierkörben aus den Toiletten.” Um diese Gruppe im Stadion zu halten und zu verhindern, dass sie draußen randaliert und möglicherweise auf anderem Weg in den Gästeblock kommt, habe man das Stadion für eine gute Viertelstunde abgeriegelt.
In solchen Situationen setze die Polizei natürlich auch Schlagstock und Pfefferspray ein, erklärt Boll. “Das kann auch jemanden treffen, der als Schaulustiger dabei steht”, eine Unterscheidung sei da nicht immer möglich. “Deshalb ist unser Rat: Wenn jemand nichts mit den Auseinandersetzungen zu tun hat, dann soll er weggehen.”
“Mehrere Zehntausend Euro”
Wie viele Personen von Polizeiknüppeln getroffen wurden, das war gestern nicht zu ermitteln, genauso wenig wie die Gesamtzahl von verletzten Anhängern rund um das Spiel – Schätzungen sprechen von 30 Personen.
Weil bereits im Vorfeld klar war, dass Dunkelheit die Arbeit der Polizei erschweren würde, war die Partie um eine Stunde vorverlegt worden. Doch eine Verspätung des Zuges mit als “Problemfans” eingestuften FCK-Anhängern und Verzögerungen beim Transport ins Stadion brachten den Zeitplan durcheinander. Nach der Partie eskortierte die Polizei die Shuttle-Busse der Fans zum Hauptbahnhof. Durch den verspäteten Anpfiff und die Spielunterbrechung war es bei diesem Teil des Einsatzes jedoch schon dunkel.
Nach dem “Randale-Spiel” waren gestern auch Vorwürfe laut geworden, die Polizei habe zu wenig Kräfte im Einsatz gehabt. Das weist Boll zurück: “500 Polizisten – wir reden hier von einem Viertliga-Spiel.” Schon allein dieser Einsatz habe “mehrere Zehntausend Euro” gekostet.
http://www.morgenweb.de/nachri…..05452.html
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13:24 4. September 2009
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Lagegespräch zu Ausschreitungen bei Regionalliga-Spiel bei Stadtverwaltung
Nach den Ausschreitungen beim gestrigen Regionalliga-Spiel zwischen dem SV Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern II haben sich auf Einladung des Ersten Bürgermeisters Christian Specht der zuständige Fachbereich Sport und Freizeit unter der Leitung von Gerda Brand, der Fachbereich Sicherheit und Ordnung unter der Leitung von Klaus Eberle und der ÖPNV-Beauftragte zu einem Lagegespräch im Rathaus getroffen. Da die Stadt Mannheim weder für das Fußballspiel selbst noch für die Sicherheitsmaßnahmen vor, während oder nach dem Spiel zuständig ist, wurde bei dem Gespräch der Ablauf des Abends – so weit er den städtischen Stellen bekannt wurde – rekonstruiert.
Bei dem Gespräch verurteilte Erster Bürgermeister Christian Specht die Ausschreitungen: „Es ist für mich nicht akzeptabel, dass gewaltbereite Randalierer friedliche Fußball-Fans beeinträchtigen und fast einen Spielabbruch verursachen", so Specht, „Daher habe ich mir heute sofort von den betroffenen städtischen Dienststellen und der Polizei über die Veranstaltung berichten lassen." Dabei stellte sich heraus, dass es bereits bei der Anreise zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und gewaltbereiten Gruppen gekommen ist, die sich auch über das gesamte Spiel hinzogen und nach dem Ende der Partie eskalierten. Polizeipräsident Gerhard Klotter und sein Stellvertreter Thomas Köber berichteten von den Schwierigkeiten, unterschiedlich gewaltbereite Fangruppen bereits im Vorfeld sicher zu trennen. Dabei wurde auch darauf hingewiesen, dass es sich um eine besondere Einsatzsituation handelte, da entgegen verschiedener Empfehlungen das Spiel nicht auf einen Tag gelegt wurde, an dem die erste Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern ebenfalls spielte. Das führte zu einem für eine Partie der 4. Liga außergewöhnlich hohen Besucheraufkommen.
Bereits vor dem Beginn der Saison in der Regionalliga West hatte die Stadt Mannheim zu einer Sicherheitsbesprechung eingeladen, mit dem Ziel, potenzielle Gefahren aus dem Spielbetrieb schon im Vorfeld zu erkennen. Daran nahmen neben der Polizei unter anderem auch die Feuerwehr, die Bundespolizei die Fachbereiche Sport und Freizeit sowie Sicherheit und Ordnung der Stadtverwaltung Mannheim, die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH sowie der Fanbeauftragte des SV Waldhof teil. Insbesondere sollten alle Beteiligten für problematische Spielpaarungen sensibilisiert werden. Einige Tage vor Beginn der Partie hat eine erneute Sicherheitsbesprechung auf Einladung der Stadt Mannheim stattgefunden, bei der die o.g. Beteiligten verschiedene Absprachen getroffen haben, die einen sicheren Veranstaltungsablauf gewährleisten sollten. Dazu zählen zum Beispiel die erwartete Anzahl von Besuchern, die voraussichtliche Gefährdung durch gewaltbereite Fangruppen sowie die daraus resultierende Anzahl der Polizeikräfte, Ordner, Sanitätskräfte und der Feuerwehr vor Ort.
„Als Reaktion auf die gestrigen Ereignisse prüfen wir, einen örtlichen Ausschuss für Sport und Sicherheit bei Fußballspielen einzurichten, der die zuständigen Beteiligten noch intensiver und umfassender koordinieren könnte", so Specht. Darüber hinaus arbeitet der Fachbereich Sport und Freizeit bereits seit über zwei Jahren im von der Stadt kofinanzierten Fanprojekt daran mit, Jugendliche vor dem Abgleiten in das Milieu der gewaltbereiten Randalierer zu bewahren.
Nach einer vorläufigen ersten Schätzung belaufen sich die Schäden am Carl-Benz-Stadion auf mindestens 35.000 Euro. http://www.presse-service.de/d…..39778.html
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13:27 4. September 2009
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Mannheim: Generalsicherheitsausschuss gegen Verdächtige geplant
[ Wie üblich: Kampf gegen unbeherrschte Fans als Auftakt zur Generalüberwachung fg ]
 Die Stadt Mannheim erwägt als Reaktion auf die schweren Fan-Krawalle von Mittwochabend, bei Fußballspielen einen Ausschuss für Sport und Sicherheit einzurichten. Darin sollen sich Polizei, Vereine und die Stadt vorab besser abstimmen können.
 Das ist das Ergebnis eines Lagegesprächs, zu dem sich der Erste Bürgermeister Christian Specht, die Fachbereichsleiter für Sicherheit und Ordnung sowie Sport und Freizeit noch am Donnerstagabend im Rathaus trafen. “Es ist für mich nicht akzeptabel, dass gewaltbereite Randalierer friedliche Fußball-Fans beeinträchtigen”, sagte Specht. Bei dem Regionalliga-Spiel zwischen dem SV Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern II gab es gewalttätige Auseinandersetzungen, bei denen acht Polizisten verletzt wurden. 36 festgenommene Hooligans wurden am Morgen danach wieder freigelassen.
 Kritik am DFB
 Waldhof-Trainer Walter Pradt meinte: “Diesem Mob kann kein Verein Herr werden.” Heftige Kritik äußerte er am Deutschen Fußball-Bund (DFB). “Es ist Dummheit pur, ein solches Spiel, dessen Brisanz bekannt ist, an einem Tag anzusetzen, an dem die Zweitliga-Mannschaft von Kaiserslautern nicht spielt. Vieles von dem, was sich hier abgespielt hat, hätte vermieden werden können. Jetzt sind die beiden Vereine wieder die Verlierer”, sagte Pradt.
 Jahrzehntelange Spannungen
 Zwischen den Fans aus Mannheim und Kaiserslautern gibt es seit Jahrzehnten Spannungen. Es war das erste Aufeinandertreffen von Mannschaften beider Vereine seit acht Jahren. Weil die Profis der “Roten Teufel” wegen der Länderspielpause in dieser Woche nicht spielen, hatten über 1.000 Fans – wesentlich mehr als gewöhnlich – die zweite Mannschaft zur Partie nach Mannheim begleitet.
 Der DFB-Kontrollausschuss nahm nach den Vorfällen Ermittlungen auf. Zunächst sollen die Vereine Stellungnahmen abgeben. Die GdP forderte den DFB auf, “endlich bei der Bewältigung des Gewaltproblems bei Fußballspielen kooperativ zu sein”. Zudem wurden die Vereine aufgefordert, sich intensiver mit ihren “Gewalt-Fans” zu beschäftigen.
 Die rivalisierenden Fans hätten ein “erhebliches Gewaltpotenzial” an den Tag gelegt, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Mannheim. Schon bei der Ankunft am Hauptbahnhof zündeten Fans Rauchbomben und legten den Zugverkehr lahm. Im Stadion wurde bengalisches Feuer abgebrannt. Ein Baum, Büsche und eine Toilettenanlage gingen in Flammen auf.
 In der Halbzeitpause waren Polizisten zunächst von rund 200 Mannheimer Anhängern angegriffen und mit Steinen, Baumästen sowie mobilen Verkehrsschildern beworfen worden. “Auf unsere Polizisten wurde alles geworfen, was nicht niet- und nagelfest war”, berichtete Thomas Mohr, Vorsitzender der Mannheimer Kreisgruppe der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Die Beamten, die nur durch eine besondere Schutzausstattung vor schweren Verletzungen bewahrt wurden, antworteten nach Angaben eines Polizeisprechers mit “massivem Schlagsttockgebrauch”
 Die zweite Halbzeit musste für 20 Minuten unterbrochen werden, weil rund 1.000 so genannte Problemfans in den Lauterer Fanblock drängten. Der Schaden im Stadion soll rund 50.000 Euro betragen. Die Polizei riegelte das Stadion ab, um die prügelnden Fans unter Kontrolle zu bringen. Nach der Partie wurden die rivalisierenden Fan- Gruppen am Mannheimer Bahnhof mit Wasserwerfern zurückgehalten.
 Es waren die schwersten Ausschreitungen seit Februar 2007, als am Rande des Spiels 1. FC Lok Leipzig gegen Erzgebirge Aue II 36 Polizisten und 6 Zivilpersonen verletzt worden waren.
 Quelle: website swr 3.9.09
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13:32 8. September 2009
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DFB-Sportgericht bestraft FCK II
Mit drakonischen Strafen hat das DFB- Sportgericht die Ausschreitungen beim Regionalligaspiel zwischen Waldhof Mannheim und der Reserve des 1.FC Kaiserslautern (0:2) geahndet. Die zweite Mannschaft des FCK muss das nächste Heimspiel der Regionalliga West am 18.September gegen Bayer Leverkusen II unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen. Außerdem wurde wegen fortgesetzten unsportlichen Verhaltens eine Geldstrafe von 20.000 Euro festgesetzt.
Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig, weil die Lauterer noch Einspruch einlegen können.
Im Kaiserslauterer Zuschauerblock wurde beim Spiel in Mannheim ab der 30. Minute vermehrt Pyrotechnik abgebrannt und auch auf den Platz geworfen. Daher hatte Schiedsrichter Tobias Welz das Spiel in der 55. Minute aus Sicherheitsgründen für 20 Minuten unterbrechen müssen. Zudem war es nach dem Spiel zwischen Anhängern des 1. FC Kaiserslautern und der Polizei zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen.
Im Sportgerichtsverfahren gegen den SV Waldhof Mannheim wird der DFB-Kontrollausschuss in der kommenden Woche Anklage beim DFB-Sportgericht erheben. Zuvor wird das Regionalliga-Meisterschaftsspiel zwischen dem SV Waldhof Mannheim und dem 1. FC Saarbrücken am Sonntag unter besonderer Beobachtung stehen. Der Kontrollausschuss und eine vom DFB-Sicherheitsbeauftragten eingesetzte Spielaufsicht werden dabei den Spielablauf und die Sicherheitsvorkehrungen des Heimvereins Mannheim beobachten und auswerten.
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11:12 9. September 2009
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Waldhof in seiner Existenz bedroht
Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bund (DFB) hat gestern ein erstes Urteil nach den schweren Ausschreitungen beim Regionalliga-Spiel zwischen dem SV Waldhof und 1. FC Kaiserslautern II gefällt. Wegen fortlaufenden unsportlichen Verhaltens wurden die Pfälzer mit einer Geldstrafe von 20 000 Euro belegt. Sein nächstes Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen II muss der “kleine” FCK unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, weil Lautern Einspruch erheben kann.
Mit Waldhof wird sich das Sportgericht erst nächste Woche beschäftigen. Ein DFB-Sprecher erklärt: “Es sind zwei verschiedene Verfahren. Im einen Fall geht es um das Verhalten der FCK-Fans. In Sachen Mannheim geht es um die Vernachlässigung der Platzaufsicht.” Das Heimspiel der Blau-Schwarzen am Sonntag gegen 1. FC Saarbrücken (14 Uhr) ist durch die Frankfurter Verbandszentrale unter besondere Aufsicht gestellt worden.
Wiederholungsfall bringt das Aus
SVW-Geschäftsführer Andreas Laib spricht von einem “Urteil mit Signalwirkung.” Jedem Besucher müsse bewusst sein, welche Auswirkungen derartiges Verhalten für die Vereine haben kann. Aus Sicht des SV Waldhof stellt er klar: “Wir stehen gewissermaßen unter Bewährung. Sollte am Sonntag der Wiederholungsfall eintreten, brauchen wir das Stadion gegen Münster oder Essen gar nicht mehr aufzumachen. Damit stünde der Verein vor dem Aus. Auf Zuschauereinnahmen können wir in unserer Situation nicht verzichten.”
Die auf der Gästetribüne durch FCK-Randalierer verursachten Schäden in den Toiletten wurden weitgehend behoben. Laib: “Wir können ein funktionstüchtiges Stadion zur Verfügung stellen. Wenngleich mit etwas eingeschränkten Möglichkeiten.” Unklar bleibt laut Laib, wer für die Verwüstungen, deren Höhe sich zwischen 35 000 und 50 000 Euro bewegt, aufkommt: “Der SV Waldhof hat das Geld nicht und wird zur Klärung von sich aus das DFB-Sportgericht anrufen, damit der FCK für die Regulierung aufkommt.” Er erinnere sich an einen Fall vor zwei Jahren, als Waldhof nach einem Spiel in Ulm für entstandene Schäden an Kassenhäusern aufkommen musste, die von eigenen Fans verursacht wurden.
Unterdessen hat Bürgermeister Christian Specht das Thema Sicherheit im Stadion zur Chefsache erklärt. Für heute hat er erstmals alle Beteiligten zum Gespräch eingeladen. Neben Vertretern der Stadt und des SVW werden daran Polizei, Sicherheits- und Rettungsdienste sowie der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) teilnehmen. Specht: “Wir werden das Sicherheitskonzept besprechen, erste Auswertungen des FCK-Spiels einfließen lassen und werden versuchen, die Grundkommunikation zu optimieren. Nicht nur mit Blick auf Saarbrücken.” Wie Laib mitteilte, “werden nach einer ersten Sichtung des Videomaterials durch die Polizei rund 40 bis 50 Stadionverbote verhängt.” Zum Traditionsduell mit den Saarländern werden rund 1500 Gästefans erwartet.
Polizeisprecher Martin Boll kündigt erneut hohe Sicherheitsvorkehrungen an: “Nach den jüngsten Ereignissen sind wir dazu verpflichtet.” Präsidiumsmitglied Rainer Spagerer stellt unmissverständlich klar: “Ich hoffe, dass allen Fans klar ist, was auf dem Spiel steht. Wenn wieder etwas passiert, kann es das Aus für Waldhof bedeuten.” Weiter appelliert er an den eigenen Anhang, “Ruhe und Besonnenheit zu bewahren. Auch, wenn Gästefans vielleicht etwas provozieren. Das Überleben des Vereins steht auf dem Spiel”. http://www.morgenweb.de/nachri…..27459.html
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20:03 9. September 2009
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Lautern akzeptiert DFB-Urteil
Der 1. FC Kaiserslautern hat das drakonische Urteil des DFB gegen seine Regionalligamannschaft akzeptiert. Beim Spiel gegen Waldhof Mannheim war es am 2. September zu schweren Ausschreitungen gekommen.
Der DFB hatte die zweite Mannschaft mit einem Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit bestraft. Zusätzlich muss der Verein wegen fortgesetzten unsportlichen Verhaltens eine Geldstrafe von 20.000 Euro zahlen.
"Der Verein muss die harte Strafe nun stellvertretend für alle involvierten Gruppen und Personen übernehmen", teilte der FCK mit.
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