Ausschreitungen beim Fußballspiel FC Gütersloh – SV Lippstadt 08
Am Freitagabend kam es im Umfeld des Meisterschaftsspiels zwischen dem FC Gütersloh und dem SV Lippstadt 08 zu Ausschreitungen in deren Verlauf 15 Personen in Gewahrsam genommen wurden. Gegen 18.26 Uhr beobachteten zivile Polizeibeamte dass eine ca. 80-köpfige meistens schwarz gekleidete Personengruppe vom Bahnhof Gütersloh durch den Stadtpark in Richtung Heidewaldstadion ging. Zunächst wurde davon ausgegangen, dass es sich um eine Gruppe Lippstädter Fans handelte. Bis zur Ankunft der Lippstädter Fanbusse am Heidewaldstadion wurde diese Personengruppe nicht mehr gesehen, sie hatte sich wohl im Stadtpark und im angrenzenden Wohngebiet versteckt. Erst um 19.13 Uhr tauchte die Gruppe am Heidewaldstadion auf, die Personen hatten sich jetzt zusätzlich mit weißen Kunststoffmasken maskiert. Aus dieser Gruppe heraus wurde mit Eisenstangen und Baseballschlägern ein Bus angegriffen, mit der Folge, dass die Seitenscheiben des Busses zerschlagen wurden. Außerdem wurden mit bengalischen Feuern Lebensbäume in Vorgärten von Anwohnern entzündet, sodass die Feuerwehr eingesetzt werden musste. Vor dem Bus lieferten sich ebenfalls vermummte Fahrgäste eine Schlägerei mit den Angeifern, dabei wurden fünf Personen leicht verletzt. Beim Eintreffen der Polizeikräfte hatten sich die Störer bereits entfernt. Zur Verhinderung von weiteren Ausschreitungen wurden Polizeikräfte aus dem Kreis Gütersloh und aus angrenzenden Kreisen zusammengezogen. Während des Spiels war die Lage weitestgehend ruhig. Nach dem Fußballspiel wurden die Fangruppen getrennt aus dem Stadion entlassen. Die Lippstädter Fans wurden mit starken Kräften zum Bus begleitet. Weitere Polizeikräfte verhinderten ein erneutes Zusammentreffen der Fangruppen. Die Busse der Lippstädter Fans wurden mit Polizeibegleitung nach Lippstadt zurückgefahren. Rund um das Heidewaldstadion und im Umfeld des Gütersloher Bahnhofs stellten Polizeibeamte verschiedene Fangruppen fest. Aus diesen Gruppen heraus wurden Personen in Gewahrsam genommen, bzw. mit Platzverweisen belegt. Es handelte sich u. a. um Handballhooligans aus Minden, Hooligans aus Ahlen, Beckum, Münster und Ultras aus Gelsenkirchen. Um 23.30 Uhr war die Ruhe wieder hergestellt.
Kreispolizeibehörde Gütersloh