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12:22 5. März 2009
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Die Chronologie des Hasses
Schon seit Anfang der 90er-Jahre ist das Verhältnis zwischen Anhängern des FC St. Pauli und von Hansa Rostock mehr als angespannt. Immer wieder kam es zu Auseinandersetzungen und Anfeindungen. Die Konflikte im Zeitraffer.
Das Verhältnis zwischen den Fans des FC St. Pauli und von Hansa Rostock ist zerrüttet. Das Duell gilt als Spiel mit erhöhten Sicherheitsrisiken. Abendblatt.de erzählt ihnen, seit wann und warum es zwischen einer größeren Anzahl von Anhängern beider Vereine immer wieder zu Konfrontationen kam:
Anfang der 90er-Jahre: Auseinandersetzungen vornehmlich zwischen politisch linksgerichteten St.-Pauli-Fans und rechtsorientierten Hansa-Anhängern im Rahmen der sportlichen Vergleiche beider Klubs.
13. März 1993: Hansa Rostock – FC St. Pauli 2:0 in der 2. Bundesliga; 400 Hansa-Hooligans machen Jagd auf St.-Pauli-Fans.
4. Dezember 1993: Der Fensehfilm "Schicksalsspiel" wird ausgestrahlt. Inhalt: St.-Pauli-Fan-Roland verliebt sich in die Hansa-Anhängerin Conny, ein Bandenkrieg beider Fanlager ist die Folge, der in der Ermordung Rolands durch den Hansa-Anhänger Lalla mündet (klassisches Romeo-und-Julia-Thema). Rostocker empfinden den Film als Diskreditierung des Ostens durch Hamburger.
24. Februar 1995: FC St. Pauli – Hansa Rostock 2:0 in der 2. Bundesliga, während des Spiels fliegen mehrfach Flaschen auf den Platz; Folge: eine Massenschlägerei; 75 Festnahmen.
23. September 1995: Hansa Rostock – FC St. Pauli 2:0 in der Ersten Liga; Hansa-Fans zünden eine Rauchbombe; St.-Pauli-Torhüter Klaus Thomforde und Martin Driller müssen wegen Augenreizungen ausgewechselt werden; Hansa Rostock wird mit einer Platzsperre von einem Spiel bestraft und muss 10 000 Mark Strafe zahlen.
17. August 2001: FC St. Pauli – FC Hansa Rostock 1:0 in der Ersten Liga; die Polizei rechnet im Vorfeld der Partie mit 200 gewaltbereiten Hansa-Fans; 1600 Polizisten und 230 Ordner sollen Ausschreitungen zwischen den beiden rivalisierenden Fanlagern verhindern.
26.September 2008: FC Hansa Rostock – FC St. Pauli 3:0 in der Zweiten Liga; Vor dem Anpfiff fliegen Flaschen auf St. Paulis Fan-Sonderzug; Massenschlägerei unter Fans beider Lager nach dem Abpfiff; Hansa-Hooligans stürmen zehn Minuten nach dem Abpfiff den Gästeblock, sie schlagen mit Gürteln auf die St.-Pauli-Fans ein und entzünden ein Feuer; anhaltende Gesänge aus dem Hansa-Fanblock: „Scheiß St.Pauli", „schwule Hamburger", „assoziale Wessis"; St. Paulis Angreifer Morike Sako wird zum Opfer rassistischer Schmährufe; die Polizei setzt Tränengas und Wasserwerfer ein; Bilanz der Polizei: 15 Verletzte, darunter sechs Polizisten, 52 Festnahmen; der Mannschaftsbus des FC St. Pauli kann aus Sicherheitsgründen erst mit zweistündiger Verspätung aus Rostock abfahren.
http://www.abendblatt.de/daten…..72569.html
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12:25 5. März 2009
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Ich appelliere an die Fairness”
Großaufgebot beim “Hass-Duell” zwischen St. Pauli und Hansa Rostock – Bei Ausschreitungen droht den Fußball-Chaoten der “Hooligan-Knast”
Das Nordderby zwischen dem FC St. Pauli und Hansa Rostock morgen am Millerntor (Anpfiff 18 Uhr, live auf Premiere) birgt nicht nur jede Menge sportlichen Zündstoff. Da sich die Fans beider Klubs traditionell spinnefeind sind und – nach den Erfahrungen aus der Vergangenheit – erneut Ausschreitungen befürchtet werden, herrscht bei der Polizei Alarmstufe 1. Sie begegnet dem möglichen Chaos mit einem Großaufgebot und “droht” mit knallhartem, konsequentem Eingreifen. Die Hamburger Ordnungshüter haben sich in jeder Beziehung gut vorbereitet, sich mit ihren Rostocker Kollegen ausgetauscht.
Ihr Erkenntnisstand: Obwohl es für die Hansa-Anhänger bloß 1500 Karten gibt, wollen sich bis zu 3000 auf den Weg zum Kiez machen. Polizeisprecher Ralf Meyer (49): “Wir erwarten mehrere hundert Problemfälle der Kategorie C und B auf beiden Seiten.” Zur Erklärung: A-Fans möchten ganz normal Fußball gucken. B-Fans wollen eigentlich auch nur zum Fußball, sind aber nicht abgeneigt, sich an Gewalt zu beteiligen. C-Fans geht es gar nicht ums Spiel, sie streben gezielt Auseinandersetzungen an.
Im Vorfeld wurde gegenüber einer Handvoll Männer, die in die C-Kategorie eingestuft wurden, “Aufenthaltsverbote” verhängt. Die Drohungen im Internet würden ebenso ernst genommen wie die Plakataufrufe in Hamburg (”Alle gegen Rostock”), allerdings glaube man nicht, dass sich aus anderen Regionen befreundete Schlägertruppen hinzugesellen werden. Meyer zur MOPO: “Ich appelliere an die Fairness und die Sportlichkeit der Fans, sich von Gewalt zu distanzieren. Es hilft weder dem Verein noch dem Fußball, wenn es zu Gewalttätigkeiten kommt.” Sollte es tatsächlich eskalieren, könnten sich die Chaoten auf eine harte Gangart der Polizei gefasst machen. Meyer: “Wir sind mit einem Großaufgebot dabei – und geübt bei solchen Einsätzen.”
Zuletzt habe man fix die rund 700 Problemfans bei der Partie HSV – Ajax Amsterdam in den Griff gekriegt: “Da gab es Auseinandersetzungen auf der Reeperbahn im Café Lausen, danach war schnell Ruhe. Bei St. Pauli – Rostock wird es erneut eine niedrige Einschreitschwelle geben.” Krawallmacher würden sofort aussortiert und müssten dann – zumindest für einige Stunden – im “Hooligan-Knast” an der Stresemannstraße verbringen.
http://www.mopo.de/2009/200903…..rness.html
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17:33 6. März 2009
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Rostocker Fans randalieren in Hamburg
Vor der Partie zwischen dem FC St.Pauli und Hansa Rostock ist es zu Ausschreitungen gekommen. Rund 200 vermummte Rostocker Fans brannten nahe des Millerntors Feuerwerkskörper ab und griffen Polizisten an.
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17:43 6. März 2009
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Rostock-Fans festgenommen
Vier Fußball-Fans von Hansa Rostock sind bereits vor der Reise zum Zweitliga-Auswärtsspiel beim FC St. Pauli von der Polizei festgenommen worden. Die Beamten setzten die Anhänger in Rostock vor der Abfahrt des Sonderzuges fest, weil sie unerlaubte Gegenstände mit sich führten. Dabei handelte es sich um Sturmhauben, die zur Vermummung übergezogen werden. „Wir haben die Personen vorläufig in Gewahrsam genommen", bestätigte Polizeisprecherin Dörte Lembke. Zwei von ihnen seien bereits beim Hinspiel auffällig geworden. 750 Hansa-Fans sind nach Angaben der Behörde mit dem Sonderzug nach Hamburg gefahren. Insgesamt werden 1500 Anhänger aus Rostock zum Zweitliga-Nordderby erwartet.
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17:46 6. März 2009
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Vor dem Spiel Hansa Rostock gegen FC St. Pauli Ausschreitungen Der Bereits vor Beginn des Fußballspiels FC St. Pauli gegen Hansa Rostock hat es erste Ausschreitungen gegeben. Zahlreiche Hansa Rostock-Fans warfen an der Feldstraße mit harten Gegenständen auf Polizeibeamte. Diese setzten daraufhin mehrfach Wasserwerfer ein. Am Heiligengeistfeld versuchten St. Pauli-Fans, die Anfahrt des Rostocker Mannschaftsbusses zu verhindern. Die Polizei konnte sie davon abhalten. Kurz zuvor kam es auch am Hauptbahnhof zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Fans und Polizei
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18:12 6. März 2009
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19:10 6. März 2009
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Es brannte weiter!!2 Halbzeit wurde 5 Minuten später angepfiffen! 
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21:35 6. März 2009
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Wasserwerfer gegen Rostocker Fans
Bei dem brisanten Nordderby zwischen dem FC St. Pauli und Hansa Rostock in der 2. Fußball-Bundesliga ist es zu Ausschreitungen von Rostocker Fans gekommen.
Auf dem Vorplatz eines U-Bahnhofs in der Nähe des Millerntorstadions brannten Randalierer Feuerwerkskörper ab und gingen mit Bierflaschen auf Polizisten los, berichtete eine Polizeisprecherin. Einige der Krawallmacher waren vermummt. Die Beamten setzten Wasserwerfer und Pfefferspray ein. Drei Polizisten und einige Fans wurden ersten Erkenntnissen nach verletzt. Es kam zu mehreren Festnahmen. So setzte die Polizei einen Anhänger des FC St. Pauli am Hauptbahnhof fest, weil er einem Rostocker Fan eine Gaswaffe an den Kopf gehalten hatte.
Nach dem Abpfiff des Spiels, das die Rostocker 2:3 verloren, sollten die Hansa-Fans mit Sonderzügen der U-Bahn zum Hauptbahnhof gebracht werden. «Wir versuchen, die Gruppen auseinanderzuhalten», erklärte die Sprecherin. Die Hamburger Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz, um Krawalle wie beim Hinspiel in Rostock zu verhindern. Damals hatte es vor und nach dem Spiel schwere Ausschreitungen gegeben. 15 Menschen waren verletzt worden, darunter sechs Polizisten. Zudem waren 52 Personen in Gewahrsam genommen worden.
«Dass es ein Problem mit den Rostocker Fans gibt, war allen vorher bewusst», sagte Corny Littmann, Präsident des FC St. Pauli. Littmann war erleichtert, dass die Partie zu Ende gespielt werden konnte: «Zumindest ist es uns gelungen, das Spiel über 90 Minuten durchzuführen.»
In der Halbzeit des Nordderbys in Hamburg zündeten Rostocker Chaoten bengalische Feuer und Feuerwerkskörper. Das Stadion war voller Rauch. Anhänger von Hansa Rostock hielten ein Transparent hoch, auf dem «Hansa Hooligans» stand. Insgesamt waren nach Polizeiangaben rund 1500 Rostocker Fans im Stadion.
Kurz vor Beginn des Spiels um 18.00 Uhr hatten sich rund 300 Rostocker Fans, die keine Eintrittskarten hatten, vor dem Gästeeingang des Stadions versammelt. Auch dort hätten sie begonnen, mit Flaschen auf Polizeibeamte zu werfen, sagte die Sprecherin. Vor dem Spiel hatten Anhänger aus Rostock so heftig am Zaun der Nordkurve des Stadions gerüttelt, dass er gesichert werden musste.
Die Polizei in Rostock hatte vor dem Spiel bereits vier Personen in Gewahrsam genommen. Sie wurden vor der Abfahrt eines Sonderzuges nach Hamburg vorläufig festgesetzt, teilte eine Sprecherin in Rostock mit. Zwei der vier Festgenommenen seien schon beim Hinspiel in Rostock auffällig gewesen.
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00:41 7. März 2009
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00:48 7. März 2009
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Polizeibericht
Für das heutige Spiel zwischen den Zweitligaclubs St. Pauli und Rostock bereitete sich die Hamburger Polizei mit Unterstützung von Einheiten aus Schleswig-Holstein auf einen Großeinsatz vor. Schon in früheren Begegnungen zwischen den Fußballclubs kam es zu massiven Ausschreitungen der rivalisierenden Fangruppen mit Verletzten und zahlreichen Festnahmen.
Bereits bei der Ankunft des ersten Zuges aus Rostock im Hamburger Hauptbahnhof wurde von Unterstützern des Rostocker Vereins ein Knallkörper gezündet. Weitere 50 Fans trafen gegen 14:00 Uhr ein. Der erste FC. St.-Pauli Fan wurde von Polizeikräften um 14:30 Uhr im Hamburger Hauptbahnhof festgenommen, nachdem er Fans des Gastvereins provozierte. Die Rostocker Fans wurden mit Entlastungszügen der U-Bahn unter Polizeibegleitung zum Stadion gebracht und trafen dort auf etwa 200 St. Pauli Anhänger, die bereits im Vorfeld randaliert hatten. Ein weiterer St. Pauli Anhänger, der einen Rostocker Fan mit einer Gaswaffe bedrohte, wurde von Polizeibeamten vorläufig festgenommen. Inzwischen waren etwa 300 Rostocker am U-Bahnhof Feldstraße eingetroffen. Nach Flaschenwürfen auf Polizeibeibeamte und dem Abfeuern von pyrotechnischen Gegenständen setzte die Polizei nach erfolgter Androhung Wasserwerfer ein und die Angriffe wurden eingestellt.
Gegen 17:30 Uhr befanden etwa 200 Rostocker, die nicht im Besitz von Eintrittskarten für das Spiel waren, auf dem Gästeparkplatz am Millerntorstadion und bewarfen Polizeikräfte massiv mit Flaschen. Daraufhin drohte der Einsatzleiter den Einsatz der Wasserwerfer an. Eine Person aus der Gruppe versuchte einer Polizistin den Helm vom Kopf zu reißen und verletzte sie dadurch. Mit Quetschungen am Hals musste die Polizeibeamtin ins Krankenhaus gebracht werden.
Insgesamt befanden sich schließlich etwa 1.500 Anhänger des Rostocker Vereins im Stadion. Nach Spielende kam es zu weiteren Ausschreitungen zunächst seitens der Gäste aus Rostock, die massiv pyrotechnische Gegenstände zündeten und Polizeikräfte angriffen, aber es erfolgten auch massive Angriffe durch Stein- und Flaschenwürfe von St. Pauli Anhängern. Die Wasserwerfer mussten mehrfach eingesetzt werden. Gegen 21:00 Uhr konnten die Gäste aus Rostock mit den Entlastungszügen der U-Bahn vom Bahnhof Feldstraße zum Hauptbahnhof gebracht werden.
Im Bereich Neuer Pferdemarkt und Budapester Straße sammelten sich bis zu 1.000 Personen. Hierbei handelte es sich um St. Pauli Anhänger und linkes Klientel, die massiv Polizeikräfte mit Steinen, Flaschen und zertrümmerten Gehwegplatten angriffen. Dabei wurde ein unbeteilgter Passant am Kopf verrletzt und musste mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Ein 23-jähriger Polizeimeister aus Schleswig-Holstein wurde durch einen Flaschenwurf schwer verletzt und musste von einem Notarzt vor Ort versorgt werden. Durch Glasscherben erlitt der 23-Jährige Arterien-, Sehnen- und Muskeldurchtrennungen am Bein.
Mit dem Einsatz von Wasserwerfern konnte der Bereich geräumt werden und die Personen zogen in kleinen Gruppen zurück.
Gegen 22.00 Uhr hatte sich die Lage beruhigt. Nach derzitigem Erkenntnisstand sind fünf Personen vorläufig festgenommen und 10 Personen in Gewahrsam.
Die Polizei war mit 1.357 Beamten im Einsatz.
http://www.besoldung-polizeibe…..mburg.html
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