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Fortuna Düsseldorf – MSV Duisburg [07.02.10]

BenutzerBeitrag

23:42
7. Februar 2010


admin

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Randale beim Fußball-Derby

In der Düsseldorfer Arena sorgten vor allem die Fans des MSV Duisburg für Ärger, nach dem Spiel hielten die Anhänger beider Mannschaften die Polizei in Atem: Wenige Meter vom Stadion entfernt trafen mehrere hundert von ihnen an einer Straßenbahn-Haltestelle aufeinander.

Der technische Defekt einer Straßenbahn hat Sonntagnachmittag die Spannungen zwischen den Anhängern von Fortuna Düsseldorf und dem MSV Duisburg eskalieren lassen.

Nach dem vorläufigen Bericht der Polizei war ein Zug der Linie U 79, der Fußball-Fans nach Duisburg bringen sollte, zwei Haltestellen von der Esprit-Arena entfernt stehen geblieben. In kurzer Zeit standen rund 800 Fortuna-Fans auf dem Bahnsteig vor dem Zug, einer von ihnen schleuderte eine Flasche gegen die Bahn. Die Polizei nahm den 25-jährigen Werfer aus Düsseldorf fest, setzte Hunde, Pfefferspray und Schlagstöcke ein, um den Bahnsteig zu räumen.

„Nach 45 Minuten war der Einsatz beendet”, sagte Polizeisprecher Wolfgang Rodax. Weitere Auseinandersetzungen, etwa in der Düsseldorfer Altstadt, registrierte die Polizei bis zum Abend nicht.

Die Fans aus Duisburg waren schon während des ausverkauften Zweitliga-Spiels im Stadion negativ aufgefallen. Wiederholt zündeten sie in ihrem Block Feuerwerkskörper und warfen Gegenstände aufs Spielfeld. Außerdem traten sie mehrere Sitzreihen aus der Verankerungen und warfen die kaputten Sitzschalen in den Innenraum.

Die Fortuna-Anhänger präsentierten sich dagegen auffallend friedlich. Die Drohung des Deutschen Fußball-Bunds, bei erneuter Randale im Düsseldorfer Fanblock eine Platzsperre zu verhängen oder ein Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit auszutragen, hatte offensichtlich Eindruck gemacht. Außerhalb der Arena reagierten die Düsseldorfer dann aber sehr wohl auf die Duisburger Provokationen.

Welcher technische Defekt den Zug zum stehen brachte, konnte am Sonntag nicht ermittelt werden. Es erscheint sowohl möglich, dass ein Duisburger Fan absichtlich die Notbremse des Zugs gezogen als auch dass eine kaputte Scheibe oder eine aufgerissene Tür einen Nothalt ausgelöst hat. Augenzeugen berichteten, Personen auf den Gleisen gesehen zu haben.
http://www.rp-online.de/duesse…..16981.html

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23:51
7. Februar 2010


admin

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Beiträge 6348

Fußball-Krawalle: Polizei räumt Haltestelle

Nach dem 2:0-Sieg für Fortuna Düsseldorf kam es Sonntagnachmittag vor der Arena zu Ausschreitungen von Hooligans. Laut Polizei hatten bis zu 800 Personen eine Haltestelle besetzt, um Duisburger Fans an der Abreise zu hindern. Die Polizei ging mit Schlagstöcken und Pfefferspray vor.

Am Freiligrathplatz eskalierte die Situation: Bis zu 800 Düsseldorfer Fans hatten die Haltestelle Freiligrathplatz nach Auffassung der Polizei regelrecht „besetzt”, um die Duisburger Fans an der Heimfahrt zu hindern und zu provozieren. Die Polizei räumte darauf mit einem Großaufgebot die U 78-Haltestelle.

Die Einsatzkräfte gingen dabei mit Pfefferspray und Schlagstöcken gegen Hooligans vor. Der Stadtbahn-Verkehr Richtung Norden musste für fast 45 Minuten stillgelegt werden. Tausende Fahrgäste waren betroffen. Vier Stadtbahnen wurden von Duisburgern Gewalttätern beschädigt. Insgesamt waren 450 Polizisten im Einsatz.

Dabei hatte alles so friedlich angefangen. Über 48.000 Fußballfreunde, darunter 10.000 aus Duisburg, strömten am Sonntag zum großen Derby von Fortuna gegen MSV Duisburg in die Arena. Zum ersten Male wurde eine neue Wegstrecke getestet. Die Fans konnten bereits am Fernbahnhof aussteigen und mit Shuttle-Bussen direkt zum Stadion fahren. Der Andrang war so groß, dass die Rheinbahn zu den fünf eingesetzten Bussen drei weitere ordern musste.

Auch die Polizei meldete anfangs keine Störungen. Lediglich ein Fahrzeug der Einsatzhundertschaft stieß am Nordstern mit einem Taxi zusammen. Es gab keine Verletzten.

Nach dem Abpfiff bestätigte sich allerdings die Befürchtung, dass es sich für die Polizei um ein sogenanntes „Problemspiel” handelt. Am Freiligrathplatz blieb eine Stadtbahn mit Duisburger Fans wegen eines „technischen Defektes” stecken. Die nachfolgenden Bahnen Richtung Duisburg mussten stoppen.

Während in vier Zügen von aufgebrachten Fans Fensterscheiben eingedrückt, Sitzpolster aufgeschlitzt und Türen aufgerissen wurden (Schaden rund 10.000 Euro), provozierten vor den Zügen Düsseldorfer Hooligans auf der Straße. Ein 25-Jähriger warf eine Flasche gegen eine Bahn und wurde später festgenommen.

Als gegen 15.50 Uhr bis zu 800 Fortuna-Fans den Bahnsteig am Freiligrathplatz blockierten, konnte keine Bahn mehr fahren. Zu gefährlich. „Die standen mit den Fußspitzen an der Bahnsteigkante”, gab Polizei-Einsatzleiter Hans-Joachim Kensbock-Rieso zu bedenken. Deshalb musste er die Räumung anordnen. Um 16.35 Uhr war die Strecke wieder frei.
http://www.derwesten.de/staedt…..11399.html

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10:56
9. Februar 2010


admin

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Beiträge 6348

 Polizei steht nach Derby-Krawallen in der Kritik

Fortuna-Anhänger warfen Steine, Mülleimer und Flaschen auf die Straßenbahnen, in denen Fans des MSV Duisburg und der Fortuna saßen. Die Polizei hat nach den Derby-Randalen am Sonntag 19 Ermittlungsverfahren eingeleitet – und steht selbst wegen ihrer Taktik in der Kritik.

Die Randale nach dem Derby Fortuna gegen MSV Duisburg rund um den Freiligrathplatz werden strafrechtliche und politische Konsequenzen nach sich ziehen.

Wie berichtet, wurden am Sonntag drei Stadtbahnen und ein Bus von Hooligans angegriffen und beschädigt. Die Täter warfen Steine und Flaschen gegen die Züge, berichtet die Rheinbahn. Großes Glück hatte ein Bahn-Fahrer. Ein Stein flog gegen seine Scheibe. Er blieb unverletzt. Einen von 800 Fortuna-Fans besetzten Bahnsteig musste die Polizei räumen. Rund um den Freiligrathplatz hatten sich zeitweise tausend Menschen versammelt. Viele waren Schaulustige, unter die sich eine unbekannte Zahl von Fußballrowdies mischte, die auf Radau aus waren.

Die bisherige Bilanz: Eine Polizistin und ein Fortuna-Fan wurden verletzt. Die Dunkelziffer liegt möglicherweise weitaus höher. Die Polizei nahm zehn Randalierer fest und leitete 19 Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung, Körperverletzung und möglicherweise wegen „gefährlichen Eingriffs in den Schienenverkehr” ein.

Auch die Rheinbahn stellte jetzt Strafanzeige. Und sie fordert, dass die Politik handelt. Sprecher Georg Schumacher zeigt sich verärgert: „Wir müssen einfach feststellen, dass das nicht gut gelaufen ist und dass es so nicht weiter gehen kann. Wir werden und wollen uns nicht daran gewöhnen, dass zu jedem Fußballspiel demolierte Bahnen gehören.”

Wie dramatisch die Situation am Sonntag am Freiligrathplatz war, schildert Stefanie Witte, die sich mit drei erwachsenen Begleitern und zwei Kindern (vier und fünf Jahre) nach dem Spiel auf dem Heimweg machte. „Wir stiegen mit circa 20 weiteren Fortuna-Fans in eine fast leere Bahn. Am Freiligrathplatz stiegen 30 bis 40 Duisburger ein. Eine Station weiter kam in Sekundenschnelle eine wahnsinnige Unruhe auf. Die Duisburger schrien: Macht die Fenster zu! Haltet die Türen zu! Sie kommen! Meine Tochter schrie: Mama kommen wir nie mehr raus? Wir legten uns schützend über die Kinder.”
"Von den eigenen Leuten eingekesselt"

Wie Stefanie Witte weiter berichtet, stürmten im nächsten Moment bis zu 40 Fortuna-Anhängern auf die Bahn zu und „beschmissen sie mit Steinen, Mülleimern und Flaschen.” Es kam zu Prügeleien. Die Mutter, selbst Fortuna-Fan: „Die Angst war so groß, das Hämmern gegen die Scheibe so laut. Von den eigenen Leuten eingekesselt!”

Frau Witte schreibt, dass die Duisburger Fans im Zug ihr und die Kinder dabei halfen, sich in Sicherheit zu bringen. „Wir liefen unter Schock zitternd weiter. Das hat doch nichts mit Fußball zu tun. Es muss eine Konsequenz geben”, fordert sie.
Kritik an der Polizei und Hunden ohne Maulkorb

Eine andere Augenzeugin kritisiert das Verhalten der Polizei bei der Räumung des Bahnsteiges der U 79-Haltestelle Freiligrathplatz. Die Polizei habe, so die Düsseldorferin Nora Hunger sofort mit dem Einsatz von Diensthunden gedroht. „Wir hatten kaum eine Ausweichmöglichkeit, da direkt hinter dem Bahnsteig ein Zaun war. Reden konnte man mit den Polizisten zu diesem Zeitpunkt nicht mehr. Auf dem Bahnsteig waren auch viele kleine Kinder. Friedliche Fans wollten einfach nur nach Hause fahren und die Polizei hat mal wieder gezeigt, wie überzogen sie reagieren kann.”

Der Einsatzleiter Hans-Joachim Kensbock-Rieso betont, dass er keine Alternative hatte. „Wir mussten räumen.” Die Gefahr weiterer Schlägereien zwischen den gegnerischen Fans war zu groß. Und an der Haltestelle wurde es zu eng, konnte kein Zug mehr fahren. „Wir werden den gesamten Einsatz noch einmal genau analysieren”, versicherte Kensbock-Rieso. „Und ich werde die beiden Leserbrief-Schreiber zum Gespräch einladen.”

Günter Karen-Jungen (Grüne) kritisiert, dass die Polizeihunde keinen Maulkorb trugen. „Das war unverhältnismäßig”. Drei Fans hätten Bisswunden erlitten.
Kein Defekt: Fans hatten die Notbremse gezogen

Der Kriminalpräventive Rat wird sich im März mit den Krawallen beschäftigen. Geschäftsführer Michael Klein erklärt, dass es darauf ankomme, die Fans nach den Spielen möglichst schnell nach Hause zu bekommen. „Da sind wir für jede Idee offen.” Fortuna-Präsident Peter Frymuth hebt hervor, dass der „reibungslose Abtransport” besonders wichtig sei.”

Die Situation sei deshalb so schwierig geworden, weil ein Zug angeblich wegen technischer Probleme stecken blieb. Die Rheinbahn weiß es inzwischen besser: Es war kein technischer Defekt. Fußball-Fans hatte die Notbremse gezogen und die Türen aufgerissen, vermutlich um die Strecke zu blockieren. Wie so oft zuvor.
http://www.derwesten.de/staedt…..20020.html

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