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19:07 22. August 2009
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Erneut haben gewalttätige Anhänger des FC Bayern der Ultra-Gruppierung “Schickeria” in Würzburg randaliert. Im Hauptbahnhof kam es am Samstag gegen 9.40 Uhr zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Ein zunächst festgenommener Randalierer wurde von seinen Kumpanen wieder befreit. In Aschaffenburg zog die Polizei schließlich starke Kräfte zusammen und stoppte den Zug.
Nach Polizeiangaben spielten sich am Morgen im Würzburger Bahnhof tumultartige Szenen ab, als der Sonderzug aus München in Richtung Mainz auf Bahnsteig 9 einfuhr. Der Regionalzug aus München war voller Fans, die auf dem Weg zum Auswärtsspiel des Rekordmeisters waren, darunter auch zahlreiche Fans des gewaltbereiten Ultra-Gruppierung “Schickeria”. In Würzburg begannen dann einige Männer zu randalieren und das Zuginventar zu beschädigen. Offenbar hatte die Bundespolizei nicht mit einem so massiven Auftreten von gewaltbereiten Anhängern gerechnet.
Nach Polizeiangaben kam es zu Sachbeschädigungen und Widerstandshandlungen. Schließlich eskalierte die Situation. So wurden bei der Auseinandersetzung im Bahnhof drei Beamte der Bundespolizei ernsthaft verletzt. “Sie haben inzwischen das Krankenhaus wieder verlassen können,” sagte Pressesprecherin Kathrin Reinhardt vom Polizeipräsidium Unterfranken gegen 15 Uhr. Zwei Mäner wurden festgenommen.
Ein zunächst niedergerungener Tatverdächtiger wurde von Kumpanen aus den Händen der Polizei befreit und flüchtete zurück in den Zug, wo sich etwa 100 bis 120 Schickeria-Fans befunden haben sollen.
Die Polizei ließ den Zug zunächst in Richtung Aschaffenburg weiterfahren. Dort wartete ein großes Polizeikontingent, das sogar mit Kräften aus Hessen verstärkt wurde. Der Zug wurde durchsucht. Unbeteiligte Fans wurden aus dem Zug geleitet und konnten die Fahrt fortsetzen, die Vertreter der verdächtigten Gruppierung wurden einzeln aus den Waggons geholt und registriert. Der geflüchtete dritte Verdächtige soll nach bisher unbestätigten Angaben ebenfalls festgenommen worden sein.
Ob sich unter ihnen auch jene Schickeria-Anhänger befanden, die bereits vor zwei Jahren in Würzburg durch Randale aufgefallen waren, konnte Polizeisprecher Heinz Henneberger am Nachmittag noch nicht sagen. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung und Widerstandshandlungen. Die Staatsanwaltschaften Würzburg und Aschaffenburg sind eingeschaltet.
Randalierer bereits bekannt – Frau verlor vor zwei Jahren ein Auge
Der Fan-Club “Schickeria” hatte bereits im Mai 2007 in Würzburg traurige Berühmtheit erlangt. Damals hatten zwei Busse mit 74 Bayern-Ultras auf dem Weg zum Auswärtsspiel an der Raststätte Würzburg gestoppt. Rund 20 von ihnen rannten nach Polizeiangaben zu einem Bus mit Fans des 1. FC Nürnberg und begannen zu randalieren. Dabei wurden fünf Club-Fans verletzt, die Frau des Busfahrers verlor durch einen Flaschenwurf ein Auge.
Nach der Attacke flüchteten die Bayern-Busse, die auf dem Weg zu einem Bundesligaspiel nach Mönchengladbach waren, über eine Bundesstraße. Die Polizei konnte sie aber bei Marktheidenfeld stoppen und alle Insassen vorläufig festnehmen. Dabei stellte sich heraus: Die Randalierer gehören zur Fan-Gruppe „Schickeria München”.
Der FC Bayern München hat schon häufiger Schwierigkeiten mit dieser offiziell nicht anerkannten Fan-Vereinigung gehabt. Die Haupttäter wurden zu Bewährungsstrafen von bis zu eineinhalb Jahren verurteilt. Der FC Bayern verhängte zudem Hausverbote für die Allianz Arena und das Trainingsgelände an der Säbener Straße. Außerdem erhielten die Hooligans ein bundesweites Stadionverbot.
http://www.mainpost.de/lokales…..27,5260032
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19:10 22. August 2009
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FCB-Fans verletzen Polizisten
Nach Ausschreitungen in Würzburg hat die Polizei einen Zug mit 120 FC Bayern-Fans gestoppt und geräumt.
Mitglieder der Fangruppe «Schickeria München» hätten bei dem Zwischenstopp auf dem Würzburger Hauptbahnhof drei Bundespolizisten verletzt, teilte das Polizeipräsidium Unterfranken in Würzburg am Samstagnachmittag mit. Die Behörden ließen den Regionalzug auf dem Weg nach Mainz noch bis Aschaffenburg weiterfahren, wo er schließlich gestoppt wurde.
Grund war, dass einem Krawallmacher, der in Würzburg festgenommen werden sollte, mit Hilfe anderer Fans die Flucht in den wartenden Zug gelang. «Der Verdacht der Gefangenenbefreiung steht im Raum», sagte Polizeisprecher Heinz Henneberger. Mit dem flüchtigen Randalierer und Polizeibeamten an Bord fuhr der Regionalzug, der von München nach Mainz unterwegs war, weiter zum Hauptbahnhof Aschaffenburg.
Dort mussten die übrigen Passagiere aussteigen und auf einem anderen Weg ihre Reise fortsetzen. Auf der Suche nach dem flüchtigen Randalierer und seinen Helfern vernahm und fotografierte die Polizei die Fußballfans seit Samstagmittag in einem leergeräumten Zugwaggon, bevor sie einzeln auf Gleis acht des Hauptbahnhofs entlassen wurden. «Sicher ist, dass keiner im Zug das Bayern-Spiel sehen wird», sagte Henneberger. Die Befragung würde sich vermutlich bis in den Abend hinziehen. Bis zum Nachmittag wurden zwei Fans festgenommen.
Die Mitglieder des inoffiziellen FC Bayern-Fanclubs «Schickeria München» sind für ihre Gewaltbereitschaft bekannt. 2007 hatten «Schickeria»-Mitglieder auf einem Parkplatz nahe Würzburg einen Fanbus des 1. FC Nürnberg brutal überfallen. Dabei wurden mehrere Franken-Anhänger zum Teil lebensgefährlich verletzt, eine Frau erblindete nach einem Flaschenwurf auf einem Auge. Anschließend wurden drei Fans zu Bewährungsstrafen verurteilt.
Die in Würzburg verletzten Beamten wurden im Krankenhaus behandelt und vom Dienst freigestellt. http://www.augsburger-allgemei…..,4289.html
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19:16 22. August 2009
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Fußballrowdys randalieren in Würzburg – Polizisten verletzt-Polizei stoppt Fanzug in Aschaffenburg
Am Samstagmorgen haben mehrere Personen in einem Regionalzug der DB auf der Fahrt von München nach Mainz bei einem Zwischenstopp um 09.40 Uhr im Würzburger Hauptbahnhof aus einer Gruppe von ca. 120 Mitgliedern des Fanclubs Schickeria heraus randaliert.
Diese waren teilweise vermummt und griffen Beamte der Bundespolizei auf dem Bahnsteig 9 tätlich an. Dabei wurden drei Polizisten so schwer verletzt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten und nicht weiter dienstfähig waren. Zwei Tatverdächtige konnten an Ort und Stelle festgenommen werden, einer flüchtete mit Hilfe anderer in den Zug zurück.
Mit Unterstützung von Einsatzkräften des Polizeipräsidiums Unterfranken wurde der Zug nach Aschaffenburg begleitet und dort im Bahnhof auf Gleis 8 abgestellt, eine Weiterfahrt mit den tatverdächtigen Fußballfans unterbunden und der Zug mit starken Polizeikräften gesichert. Alle sonstigen Fahrgäste, die nicht tatverdächtig waren, konnten ihre Reise fortsetzen.
Im Aschaffenburger Hauptbahnhof sind zur Zeit starke Polizeikräfte aus dem gesamten Bereich des Polizeipräsidiums Unterfranken, der Bundespolizei und hessische Unterstützungskräfte eingesetzt. Seit etwa 14.45 Uhr werden von allen Insassen des Zuges die Personalien festgestellt und von Beamten der Kriminalpolizei Aschaffenburg erste Vernehmungen durchgeführt.
Das Polizeipräsidium Unterfranken hat in Würzburg einen Führungsstab eingerichtet, vor Ort wird der Einsatz vom Leiter der Polizeiinspektion Aschaffenburg geleitet. Die Staatsanwaltschaften Würzburg und Aschaffenburg sind in die Maßnahmen eingebunden.
Polizei Unterfranken
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22:00 22. August 2009
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Statt Stadiongenuss Polizeigewahrsam – nach Randale 20 Tatverdächtige von Polizei bei Zugkontrolle in Aschaffenburg vorläufig festgenommen
WÜRZBURG UND ASCHAFFENBURG. Nach den Randalen gewaltbereiter Fußballfans am Samstagvormittag, bei denen im Würzburger Hauptbahnhof drei Beamte der Bundespolizei zum Teil schwer verletzt wurden (Rippenbrüche, Prellungen), hat die Polizei bei 130 Problemfans in Aschaffenburg Identitätsfeststellungen durchgeführt sowie Lichtbilder gefertigt. 20 Personen aus der Gruppe wurden vorläufig festgenommen und zur Durchführung weiterer erkennungsdienstlicher Maßnahmen zur Kriminalpolizei Aschaffenburg gebracht. Bei einem Festgenommenen wird derzeit die Vorführung vor den Ermittlungsrichter geprüft.
Bei der Durchführung der polizeilichen Maßnahmen am Aschaffenburger Hauptbahnhof, die ab ca. 14.45 Uhr begonnen hatten, kam es Dank der starken Polizeipräsenz zu keinerlei Störungen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen ist der Zug mit circa 110 Problemfans unter Begleitung starker Bundespolizeikräfte kurz nach 19.00 Uhr wieder nach München zurückgefahren.
Gegen die Beschuldigten wird wegen des dringenden Verdachts der gefährlichen Körperverletzung, des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, der Gefangenenbefreiung, des Landfriedensbruchs sowie der Sachbeschädigung ermittelt. Die Sachbearbeitung übernimmt in der Folgezeit die Kriminalpolizei Würzburg in enger Absprache mit der dortigen Staatsanwaltschaft. http://www.polizei.bayern.de/u…..html/99957
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17:04 23. August 2009
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19:25 27. August 2009
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Randale – FC Bayern will Schritte gegen Fangruppe «Schickeria» prüfen
«Das stinkt uns gewaltig, dass so etwas passiert» Der FC Bayern München hat die Randale einiger Anhänger der Fangruppe «Schickeria» am Wochenende in Würzburg scharf kritisiert. «Das stinkt uns gewaltig, dass so etwas passiert», sagte Pressesprecher Markus Hörwick am Donnerstag auf ddp-Anfrage. Es gebe im und um das Stadion praktisch nie Ausschreitungen, was dem Verein auch wichtig sei, wichtiger noch als der sportliche Erfolg.
«Darum werden wir sehr streng damit umgehen, wenn jemand diesen Frieden stören will», fügte er hinzu.
Mit konkreten Maßnahmen will sich der FC Bayern München aber noch Zeit lassen, bis ein Abschlussbericht der Polizei vorliegt. «Wir können kein Urteil über etwas fällen, das wir nur vom Hörensagen kennen», sagte Hörwick. Dann werde man reagieren und die «nötigen Schritte» einleiten, nachdem man die Beteiligten angehört habe . Der Pressesprecher betonte, dass es sich bei der «Schickeria» um keinen eingetragenen Fanclub handle.
Mitglieder der Gruppe hatten am Samstag im Würzburger Hauptbahnhof in einem Regionalexpress auf dem Weg zum Bundesligaspiel nach Mainz randaliert. Als die Bundespolizei einschritt, versetzte ein Fan einem Beamten einen Faustschlag ins Gesicht. Nachdem er festgenommen worden war, versuchte eine Gruppe von 30 bis 40 Männern mit Schlägen und Tritten gegen die Polizisten ihren Kumpanen wieder freizubekommen. Schließlich wurde der Zug weitergeleitet nach Aschaffenburg und geräumt.
Wegen des Verdachts auf gefährliche Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, schweren Landfriedensbruch, Gefangenenbefreiung sowie Sachbeschädigung wurde gegen einen 20-Jährigen aus dem Kreis Coburg Haftbefehl erlassen. http://www.ad-hoc-news.de/rand…..n/20465756
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12:51 11. September 2009
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Polizei fordert bundesweites Stadionverbot für 37 "Schickeria"-Fans
Auf der Fahrt zum Bundesligaspiel des FC Bayern München am 22.08.2009 in Mainz hatten Angehörige der „Schickeria" München in einem Regionalzug randaliert. Wie die Münchner Polizei berichtet waren daraufhin Beamte der Bundespolizei in Würzburg in den Zug gestiegen und wurden von Angehörigen der Schickeria attackiert.
Jetzt hat die Polizei ein bundesweites Stadionverbot für einzelne Anhänger der Gruppierung "Schickeria" beantragt.
Nach Angaben der Polizei brachten die Beamten einen der Schläger auf den Bahnsteig und wurden dort von rund 40 aus dem Zug stürmenden Bayernfans angegriffen, die den Festgenommenen befreiten. Bei dieser Aktion wurden insgesamt drei Beamte der Bundespolizei durch Schläge und Tritte verletzt, so dass sie mit Prellungen und Rippenbrüchen ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten.
Daraufhin wurden in Würzburg die Personalien von 130 Insassen festgestellt. Die Kriminalpolizei Würzburg konnte durch Videoauswertung zwischenzeitlich 37 Personen identifizieren, die sich an den Ausschreitungen beteiligt hatten und ermitteln gegen diese wegen Landfriedensbruch, Gefangenenbefreiung, gefährlicher Körperverletzung und Wiederstand gegen Vollstreckungsbeamte.
Die Bundespolizei prüft zudem, ob gegen diese 37 Personen bei der Bahn AG Beförderungsverbote erwirkt werden können. http://www.abendzeitung.de/mue…..hen/131521
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16:32 11. September 2009
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Bundesweites Stadionverbot für „Schickeria"-Anhänger?
Die Münchner Polizei will für Anhänger der Ultragruppierung „Schickeria" ein bundesweites Stadionverbot beantragen.
Das kündigte die Polizei am Freitag an. Zuletzt hatte diese Gruppierung der Bayern-Fans auf dem Weg zum Auswärtsspiel nach Mainz am 22. August für Krawalle gesorgt. Damals randalierten Angehörige der „Ultras" in einem Regionalzug, so dass in Würzburg Beamte der Bundespolizei in den Zug stiegen, um für Ruhe zu sorgen.
Einer der Randalierer wurde von den Ordnungskräften auf den Bahnsteig gebracht, um seine Personalien zu prüfen. Dann der Eklat: Ein wütender Mob aus etwa 40 Schickeria-Mitgliedern stürmte aus dem Zug, befreite den Festgenommenen und schlug drei Polizisten krankenhausreif.
Das verstärkte Aufgebot der Polizei nahm daraufhin die Personalien von 130 Insassen des Zuges auf. Durch Videoauswertungen konnten schließlich 37 Personen identifiziert werden, die sich an den Ausschreitungen beteiligt hatten. Gegen diese Personen wird derzeit wegen Landfriedensbruchs, Gefangenenbefreiung, gefährlicher Körperverletzung und Wiederstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.
Das Polizeipräsidium München hat jetzt gegen diese 37 Verdächtigen beim Deutschen Fußballbund (DFB) ein bundesweit wirksames Stadionverbot für drei Jahre beantragt. Da die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind, ist damit zu rechnen, dass noch weitere Personen vorgeschlagen werden. Der DFB entscheidet dann nach Anhörung der Betroffenen über die Wirksamkeit und die Dauer der beantragten Stadionverbote.
Nach den Sicherheitsrichtlinien des DFB ist in diesem Fall für die Stadionverbote nicht der FC Bayern München zuständig, da sich die Störung nicht am Spielort sondern auf dem Reiseweg ereignete. Die Bundespolizei prüft zudem, ob gegen diese 37 Personen bei der Bahn AG Beförderungsverbote erwirkt werden können.
Kurz nach dem Vorfall hatte sich auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zu Wort gemeldet und drastische Strafen für die Randalierer gefordert. http://www.tz-online.de/sport/…..64884.html
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10:02 21. Januar 2010
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DFB verhängt Stadionverbote für 81 Bayern-Fans
Der DFB hat gegen 81 Menschen, die der Bayernnahen Ultra-Gruppierung "Schickeria" zugehören sollen, bundesweite Stadionverbote verhängt. Die Bestraften gehören einer Gruppe von Anhängern an, die im August 2009 auf dem Weg zum Spiel gegen Mainz in einem Zug randaliert und am Würzburger Bahnhof Polizisten angegriffen hatten.
„Es handelt sich um Personen, die unter dringendem Tatverdacht stehen. Ermittelt wird wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und Landfriedensbruch. Alle Einzelfälle wurden in Abstimmung mit der Polizei intensiv geprüft“, sagte der DFB-Sicherheitsbeauftragte Helmut Spahn.
Insgesamt waren 130 Fans in die Vorfälle in Würzburg verwickelt. Der DFB verhängte nun gegen 81 von ihnen Stadionverbote. Beri der Staatsanwaltschaft Würzburg sind dagegen nur gegen 22 von diesen Verfahren wegen Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung anhängig. Verurteilt ist bislang niemand, es gibt offenbar auch noch keine Anklagen.
Der FC Bayern erklärte, in die Entscheidung des DFB nicht involviert gewesen zu sein. http://www.abendzeitung.de/spo…..ern/160067
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11:11 1. Februar 2010
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Erklärung zu den Stadionverboten
Die Exekutive hat geurteilt: Ausgesperrt auf reinen Verdacht!
Über vier Monate nach einem Vorfall auf der Anreise zur Bundesliga-Begegnung Mainz 05 – FC Bayern auf dem Würzburger Hauptbahnhof lagen deswegen in den letzten Tagen die ersten Stadionverbote in den Briefkästen von einigen Bayernfans. Unter den Betroffenen sind sowohl Mitglieder der Schickeria als auch andere Bayernfans, die mit im selben Zug waren. Laut Presseberichten soll es bis zu 81 Stadionverbote geben, obwohl selbst die Polizei damals von etwa 30 Fans sprach, die in den Vorfall involviert gewesen sein sollen. Ausgesprochen sind die Stadionverbote vom DFB.
Erst kürzlich haben wir beim Treffen von Profans – ein bundesweites Bündnis für Fanrechte mit Fangruppen aus ganz Deutschland – von den Fans anderer Vereine erfahren, dass inzwischen sehr viele Stadionverbote nicht mehr wie früher von den Vereinen sondern vom DFB direkt ausgesprochen werden. Anscheinend sind dem DFB die Handhabung der Vereine, die vielerorts inzwischen einen verglichen mit früher fairen und fannahen Umgang mit dem Thema Stadionverboten pflegen, nicht restriktiv genug. Dieses Verhalten steht in krassem Widerspruch zur Außendarstellung des DFB, der sich seit dem Leipziger Fankongress gerne als Fannah darstellt, und entlarvt die Änderungen der Richtlinien des DFB zur Festsetzung von Stadionverboten als Farce. Die wirklichen Probleme und die berechtigte Kritik an diesen Richtlinien sind in keinem Punkt verändert worden. Das ist im vorliegenden Fall erneut auf für die Betroffenen schwerwiegende Weise bestätigt worden.
Obwohl nur 30 etwas gemacht haben sollen, was auch noch lange nicht bewiesen ist, werden 81 Fans ausgesperrt. Schon vage Verdachtsmomente, wie etwa das Einleiten eines Ermittlungsverfahrens durch die Polizei, führen zur Verhängung eines Stadionverbots. Diese stellen einen massiven Eingriff in das soziale Leben der Betroffenen dar. Damit wird die rechtsstaatlich garantierte Unschuldsvermutung aufgehoben. Der Betroffene gilt als schuldig und muss das Gegenteil beweisen, nicht wie in Rechtsstaaten üblich umgekehrt. An dieser Stelle wird von den Verantwortlichen gerne argumentiert, ein Stadionverbot sei Prävention und nicht Strafe. Unter anderem laut Einschätzung etlicher Sozialarbeiter aus den Fanprojekten ist ein Stadionverbot für den Betroffenen aber sehr wohl eine Strafe. Der präventive Nutzen von Stadionverboten ist hingegen in keinster Weise belegt und äußerst fraglich. Stadionverbote sind kein geeignetes Mittel, um die Situation rund um Fußballspiele zu ändern. Die Praxis der Stadionverbote zeigt hingegen, dass Stadionverbote von den Verantwortlichen dazu benutzt werden, kritische Fans mundtot zu machen. Außerdem ist davon auszugehen, dass alle Betroffenen in dubiosen Dateien der Polizei erfasst werden, wie etwa der Datei Gewalttäter Sport, die derzeit keine rechtliche Grundlage hat, von einem Oberverwaltungsgericht für unzulässig erklärt wurde und deswegen vor dem Bundesverwaltungsgericht überprüft wird. Erfahrungsgemäß werden diese Eintragung selbst nach einer Einstellung der Ermittlungen oder einem Freispruch nicht gelöscht. Damit hat die angeblich privatrechtliche Maßnahme Stadionverbot, die keinerlei Kontrollmechanismen und nur schwammigen Richtlinien unterliegt, sehr weitreichende Folgen. Es ist äußerst bedenklich, dass für einen erheblichen Eingriff in die Freiheitsrechte und das Leben von Personen keinerlei richterliche Kontrolle bzw. ein ordnungsgemäßes Verfahren gemäß verbriefter Rechte mehr erforderlich ist sondern lediglich die Einschätzung dieser Personen durch die Exekutive (hier die Polizei). Unter dem Vorwand von Prävention und „Gefahr im Verzug“ wird hier Willkür und Machtmißbrauch durch die (naturgemäß parteiische und/oder paranoide) Exekutive der Weg geebnet. Auch in anderen (wichtigeren) Bereichen, welche die „innere Sicherheit“ betreffen manifestiert sich ein solcher Zeitgeist und macht allzu deutlich wohin die Reise geht: willkommen im präventiven Sicherheits- und Überwachungsstaat!
Mit Fußballfans fängt es an, denn diese haben keinerlei Lobby und kaum Fürsprecher. Sie sind gesellschaftlich ohnehin abgestempelt. Es interessiert sich daher auch kaum jemand für die dreiste Umgehung grundsätzlicher rechtsstaatlicher Prinzipien mittels Taschenspielertricks und dafür, dass es sich bei Stadionverbot selbstverständlich faktisch um eine (sogar erhebliche) Strafe handelt. Wenn der Staat und seine Exekutive sich aber bereits bei Fußballfans angesichts fragwürdiger (z.T. von der Exekutive selbst erst konstruierter) Gefahrenszenarien nicht mehr anders zu helfen wissen, als dadurch den Rechtsstaat zu beugen bzw. schlichtweg zu umgehen – wo soll das Ganze dann enden?
In der Begründung für die Stadionverbote heißt es, die Person sei auf Videoaufnahmen als Mittäter identifiziert worden. Wie 81 Personen als Täter identifiziert worden sein sollen, obwohl angeblich nur 30 Personen an der Tat beteiligt gewesen sein sollen, sei mal dahingestellt. Wir sind optimistisch, dass der Großteil der Betroffenen bald nach Abschluss der schon vier Monate dauernden Ermittlungen wieder ins Stadion darf. Schließlich muss in diesem Fall der DFB selbst nach seinen eigenen repressiven Richtlinien die Stadionverbote wieder aufheben. Allerdings wird auch die Frage aufgeworfen, warum der DFB als private Körperschaft diese Videos, die Beweismaterial darstellen, überhaupt anschauen kann, während nicht mal den Anwälten der Betroffenen Akteneinsicht gewährt worden ist.
Ausgesperrt um zurückzukehren – Wir sehen uns bald wieder! Schickeria München, alarMstufe rot, Queerpass Bayern http://69.175.48.130/~schicke1/typo_neu/
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