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Hansa Rostock – St.Pauli [02.11.09]

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08:08
3. November 2009


admin

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Fußballeinsatz in Rostock – Gewaltbereite Fans greifen Polizeibeamte an

    Rostock (ots) – Gemeinsame Pressemitteilung Polizeiinspektion Rostock / Bundespolizeiinspektion Rostock

    Am 02.11.2009 fand das Fußballspiel FC Hansa Rostock gegen FC St. Pauli statt. Die Polizei hatte sich langfristig auf diese Begegnung vorbereitet und ihre abgestimmte Einsatzstrategie, die strikte Trennung beider Fanlager, in den Medien dargestellt.

    Nachdem etwa 1400 Fans des FC St. Pauli gegen 18:15 Uhr aus den Sonderzügen gestiegen waren, wurden sie durch die Polizei zum Stadion begleitet. Aus dem Aufzug heraus warfen die Fans des FC St. Pauli Flaschen und zündeten Pyrotechnik.

    Während des Spielverlaufs zeigten beide Fangruppen  fantypisches Verhalten und im Gästefanblock  wurde durch die Anhänger Pyrotechnik gezündet.

    Unmittelbar nach dem Spielende versuchte eine größere Gruppe von Hansafans über die Kopernikusstraße zu den durch die Schillingallee abreisenden St. Pauli – Fans zu gelangen. Zu diesem Zeitpunkt war die Straße, entsprechend des angekündigten Konzeptes, durch die Polizei bereits gesperrt.  Aus einer Gruppe von etwa 500 Personen wurden die Absperrungen massiv angriffen und mit Steinen und Flaschen auf Polizeibeamte geworfen. Dadurch kam es zum Einsatz von Wasserwerfern.

Die  Fans des FC St. Pauli konnten gegen 23:00 Uhr den Weg zum S-Bahn-Haltpunkt antreten. Durch das von der Polizei verfolgte Prinzip, die Fanlager konsequent zu trennen, kam es zu keinem direkten Aufeinandertreffen der beiden Fangruppen. Die Sonderzüge fuhren störungsfrei in Richtung Hamburg.

23 Hansafans wurden wegen Verdacht des Landfriedenbruchs in den polizeilichen Gewahrsam genommen.

Im gesamten Einsatz wurden 27 Polizeibeamte leicht verletzt. Insgesamt befanden sich ca. 1.500 Polizeibeamte im Einsatz.

Bundespolizeiinspektion Rostock

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08:09
3. November 2009


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09:00
3. November 2009


admin

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Hansa-Fans liefern sich Straßenschlacht mit Polizei

Randale in Rostock: Nach der Heimniederlage gegen den Erzrivalen FC St. Pauli kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Hansa-Fans und der Polizei. Steine flogen, Wasserwerfer waren im Einsatz. Auch Pauli-Anhänger hatten zuvor randaliert.

Rostock – "Rivalität, ja. Gewalt, nein" hatte man noch zu Beginn der Partie FC Hansa Rostock gegen den FC St. Pauli auf einem Banner im Hansa-Block gelesen. Doch der gute Wille reichte nicht aus. Die brisante Zweitliga-Begegnung endete mit einer Straßenschlacht in der Hansestadt.

Wie die Polizei in Rostock berichtete, war es bereits kurz nach der Ankunft der St. Pauli-Fans gegen 18.15 Uhr am Montagabend auf dem Weg zum Stadion zu den ersten Ausschreitungen gekommen. Einige sogenannte Fans hatten trotz eines Großaufgebots der Polizei mit rund 1500 Einsatzkräften Flaschen und Feuerwerkskörper auf Anhänger von Hansa Rostock geworfen.

Im weiteren Verlauf des Abends kam es dann immer wieder zu kleineren Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der rivalisierenden Zweitligisten. Schon nach der Führung der Hamburger wurden im St.-Pauli-Block Feuerwerkskörper abgebrannt. Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer unterbrach die Partie für drei Minuten.

Provokation auf dem Platz

Doch auch einige Spieler verhielten sich nicht eben mustergültig. Deniz Naki provozierte Hansa-Fans, als er nach seinem Tor zum 2:0 mit dem Finger eine Geste des Kehledurchschneidens zeigte. Mathias Hain soll auf dem Weg in die Kabine eine Tür beschädigt und seine Wut über die randalierenden Fans herausgeschrien haben.

Nach dem Abpfiff dann kam es zu schweren Auseinandersetzungen zwischen randalierenden Fußballfans und der Polizei. Als etwa 500 Fans von Hansa Rostock eine Sperre durchbrechen wollten, setzte die Polizei Wasserwerfer ein. Steine flogen.

Knapp zwei Dutzend "Fans" von Hansa Rostock wurden laut Polizei im Laufe des Abends in Polizeigewahrsam genommen. Ihnen werde Landfriedensbruch vorgeworfen. 27 Polizisten seien leicht verletzt worden. Meldungen über verletzte Randalierer lagen zunächst nicht vor.

Erst zwei Stunden nach Spielende beruhigte sich die Lage, die zwei Sonderzüge mit rund 1400 friedlichen St.-Pauli-Fans verließen die Hansestadt. Das Spiel endete mit einer 0:2 Niederlage für die Rostocker. Bereits bei den Spielen beider Mannschaften in der vergangenen Saison war es zu schweren Ausschreitungen gekommen.

http://www.spiegel.de/sport/fu…..53,00.html

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10:34
3. November 2009


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16:30
3. November 2009


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Der FC Hansa Rostock ist dem FC St. Pauli in der heimischen DKB-Arena mit 0:2 (0:0) unterlegen. Unmittelbar nach dem Spielende ging die Polizei gegen randalierende Fans vor.
Eine Chronik der Ereignisse:

Rostock (OZ) – 00:21 Uhr: Die ersten Einsatzkräfte rücken ab. Es kehrt Ruhe ein. Nur vereinzelt sind noch Martinshörner zu hören.

00:10 Uhr: Die letzten friedlichen Fans dürfen endlich die Parkplätze am Stadion verlassen. Seit Abpfiff mussten die Anhänger ausharren, weil die Polizei sämtliche Straßen um die Arena gesperrt hatte.

23:38 Uhr: Polizisten tragen einen verletzten Kollegen aus der Menge.

23:14 Uhr: Mindestens ein Dutzend randalierende Fans sind bereits festgenommen worden. Zudem wird von drei Verletzten der bei den Ausschreitungen berichtet.

23:05 Uhr: Aus den Reihen von Fans fliegen Steine. Anlass der Auseinandersetzung war offenbar der Versuch, eine von der Polizei gesperrte Straße in der Nähe des Stadions zu durchbrechen.

22:40 Uhr: Einsatzkräfte der Bundespolizei gehen vor der Nordtribüne der DKB-Arena gegen Hansa-Anhänger vor.

22:30 Uhr: Die Polizei setzt unmittelbar vor der DKB-Arena Wasserwerfer gegen Anhänger des FC Hansa Rostock ein.

22:20 Uhr: Hansa-Coach Andreas Zachhuber zerknirscht: Wir haben unsere Chancen nicht nutzen können.

22:07 Uhr: Schlusspfiff! Das Wunder blieb aus. Obwohl die Hanseaten über erhebliche Strecken die stärkere Mannschaft waren, unterlagen sie.

22:06 Uhr:Ecke für St. Pauli. Es regnet Feuerzeuge. Mahnende Worte vom Stadionsprecher.

22:00 Uhr: Angesichts der Unterbrechungen gibt es vier Minuten Nachspielzeit.

21:54 Uhr:Das 2:0 für St. Pauli! Deniz Naki trifft in der 84. Minute.

21:49 Uhr: Unmittelbar nach dem Führungstreffer für St. Pauli werden Böller gezündet. Pauli-Spieler müssen in die Fankurve. Das Spiel wird unterbrochen.

21:47 Uhr: In der 77. Minute schießt Matthias Lehmann für die Gäste den Führungstreffer.

21:36 Uhr: 21 500 Zuschauer – und alle machen richtig Lärm. Ansonsten ist es aber fair.

21:09 Uhr: Vor dem Spiel hat die Polizei vier Rostocker vorläufig in Gewahrsam genommen. Einen wegen Landfriedensbruch, drei zur Gefahrenabwehr.

21:00 Uhr:Pause! Zur Halbzeit steht es 0:0.

20.36 Uhr: Beunruhigend: Bei Ecken werden die Pauli-Spieler mit Regenschirmen gegen Wurfgeschosse geschützt.

20.30 Uhr: Die Pauli-Fans sind eingekesselt. Zwei Reihen Polizisten stehen zwischen den Hamburgern und den Gästen. Die Rostocker provozieren – mit Spruchbändern und Gesängen.

20:27 Uhr: "Scheiß St. Pauli"-Rufe schallen durch das Stadion.

20:19 Uhr: 4. Minute. Fast das 1:0 für die Gäste. Da fehlte nicht viel. Im Gästeblock explodieren erste Böller. Die Stimmung ist angespannt.

20.15 Uhr:Anpfiff vor rund 22 000 Zuschauern. Verfolgen Sie das Spiel in unserem Live-Ticker.

20.13 Uhr: "Hier regiert der FC H!" – die Rostocker geben den Ton an. Noch zwei Minuten bis Anpfiff.

19:30 Uhr:Die St.-Pauli-Fans skandieren "Scheiß Hansa Rostock". Das Stadion ist bereits gut gefüllt. Auf dem Rasen machen sich die Spieler warm.

19.05 Uhr:Langsam treffen auch die Hansa-Fans ein. Ohne Polizeischutz, ruhig und friedlich. Vor dem Stadion gehts geradezu beschaulich zu.

19.00 Uhr: Die letzten Anwohner flitzen durch die Polizei-Absperrung. Viele Rostocker auf dem weg nach Hause müssen ihre Ausweise zeigen. Sicherheitsstufe 1. Etwa 1500 Beamte aus MV, Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Brandenburg sind vor Ort, dazu die Bundespolizei.

18.30 Uhr:Etwa 1400 St.-Pauli-Fans kommen mit der S-Bahn an. Begleitet von etwa 300 Polizisten ziehen sie gröhlend ins Stadion. Es fliegen Böller und Feuerwerksgeschosse. Auch ein Polizist wird davon getroffen. Ansonsten ist die Lage ruhig. Ein Einsatzleiter geht jedoch davon aus, dass es mit großer Wahrscheinlichkeit zu Ausschreitungen kommen wird.

17.54 Uhr: Rund ums Stadion geht schon jetzt nichts mehr. Die Polizei hat Absperrgitter aufgebaut und ist mit Wasserwerfern vor Ort.

http://www.ostsee-zeitung.de/r…..id=2599833

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16:35
3. November 2009


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21:56
3. November 2009


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St. Pauli kündigt Stadionverbote an

Nach dem Skandalspiel in Rostock fahndet der FC St. Pauli nach den Chaoten in den eigenen Reihen. Die Verantwortlichen des Kiez-Klubs kündigten Stadionverbote für einige Anhänger an.

Empörung und Unverständnis sind groß, "überhaupt nicht tolerabel" nannte Klub-Boss Corny Littmann die massiven Fehltritte einiger St. Pauli-Anhänger am Montagabend in Rostock. Viele Fans sehen das ähnlich und distanzieren sich vom untragbaren Verhalten derer, nach denen Verein und Polizei jetzt intensiv suchen.

"Wir hoffen auf Videomaterial aus dem Stadion", sagt St. Paulis Teammanager Christian Bönig, "und auch auf einen Selbstreinigungsprozess". Sollten die Chaoten erwischt werden, wartet auf sie ein kurzer Prozess. "Dann wird es Stadionverbote hageln", kündigte Bönig ohne Umschweife an.

Es wäre die einzig sinnvolle Konsequenz. Wer Knallkörper und Bengalos auf eine Tribüne voller Menschen wirft, nimmt schwere Verletzungen in Kauf. So erlitt eine Ordnerin ein Knalltrauma. "Wir wünschen ihr schnelle Genesung", meinte Littmann, der sich gestern telefonisch bei Hansa-Kollege Dirk Grabow entschuldigte.

Dass auch St. Pauli-Supporter zu solchen Aktionen fähig sind, stößt nicht nur den Offiziellen äußerst sauer auf. "Wir sind immer diejenigen, die mit dem Finger auf Fans anderer Vereine zeigen, wenn die so etwas machen", sagt Bönig. "Jetzt stehen wir absolut in der Pflicht."

Dabei hatten die Anhänger lange alle Provokationen der Rostocker mit Würde ignoriert, sogar eine an Geschmacklosigkeit nicht zu toppende Anspielung auf den in Aachen verunglückten St. Pauli-Fan. Ausgerechnet nach dem Tor zum 1:0, dem eigentlichen Moment der völligen Genugtuung, eskalierte dann die Situation.

"Ich hätte mir einen souveräneren Umgang unserer Fans gewünscht", meinte Kapitän Fabio Morena. Die waren partiell schon vor der Partie auf dem Weg ins Stadion durch das Werfen mit Pyrotechnik und Flaschen negativ aufgefallen, ein Kameramann wurde verletzt. Nach dem Abpfiff traten dann Rostocker Randalierer auf den Plan. Rund 500 von ihnen versuchten eine Polizeisperre zu durchbrechen und verletzten dabei 28 Beamte. 23 Randalierer konnten festgenommen werden.

Die Ausschreitungen sorgen ebenso für Gesprächsstoff wie die Terminierung der Partie. "Risikospiele dürfen nie abends angepfiffen werden", schimpfte Rainer Wendt, Bundesvorsitzender der Polizeigewerkschaft. "Die DFL kassiert Millionen, die Polizei Prügel." Zudem müssten die Vereine die Einsätze bezahlen. Auch DFB-Boss Theo Zwanziger und DFB-Sicherheitsbeauftragter Helmut Spahn bekamen von Wendt ihr Fett weg: "Klar, die Lebensgefahr für sie ist überschaubar. Die können sich höchstens an den Schnittchen im VIP-Raum verschlucken."

Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) sprang derweil Wendt an die Seite: "Es ist der Gesellschaft nicht länger zuzumuten, dass derartige Polizei-Einsätze auf dem Rücken des Steuerzahlers ausgetragen werden."

http://www.mopo.de/2009/200911…..te_an.html

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21:56
3. November 2009


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Hier gibt Part 1 und Part 2

http://videoportal.ultrasblog……-02-11-09/

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12:13
4. November 2009


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Rostock: Randalierer identifziert

Nach den Krawallen beim Zweitliga-Spiel zwischen Hansa Rostock und St.Pauli am Montagabend wertet die Polizei Videoaufzeichnungen aus. Im Zuge dieser Ermittlungen sei inzwischen ein Täter identifiziert worden, sagte der Rostocker Oberstaatsanwalt Peter Lückemann. Er soll mehrere Steine geworfen haben, dabei sei aber niemand verletzt worden.

Bei den Krawallen hatten etwa 500 Rostocker Randalierer versucht, Straßensperren zu durchbrechen. Dabei waren 29 Polizisten leicht verletzt worden. 23 Täter, ausschließlich Rostocker Fans, waren wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs festgenommen worden.

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16:35
4. November 2009


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Nach Krawallen: Zwanziger droht mit Geisterspielen

Nach der erneuten Gewalt-Eskalation im deutschen Fußball schließt DFB-Präsident Theo Zwanziger leere Ränge bei sogenannten Problemspielen nicht mehr aus.

Bei einer weiteren Gewalt-Eskalation in deutschen Fußball-Stadien will DFB-Chef Theo Zwanziger auch vor dem Ausschluss der Fans nicht zurückschrecken.

«Wenn man diese Spiele nur mit einem Riesen-Polizeiaufgebot überhaupt noch sicherhalten kann, dann muss man irgendwann in der Tat sagen: Dann spielt der Fußball nur noch beim Fernsehen, dann ist eben niemand mehr da», sagte Zwanziger der Deutschen Presse-Agentur dpa zu sogenannten Problemspielen wie der Zweitliga-Partie FC Hansa gegen St. Pauli. Allerdings machte der Präsident auch deutlich, dass Ausschreitungen wie zuletzt in Zwickau und Rostock bei insgesamt 1,4 Millionen Fußballspielen im Jahr in Deutschland noch immer die Ausnahme sind: «Selbst die zwei sind nicht die Masse.»

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hatte nach den jüngsten Vorkommnissen mit 36 Verletzten bei einem Oberliga-Spiel in Zwickau und 29 verletzten Polizisten in Rostock die Forderung nach finanzieller Beteiligung durch DFB und DFL erhärtet. «Wir erwarten, dass sich der Deutsche Fußball-Bund und die Deutsche Fußball-Liga zu einem angemessenen Teil an diesen Kosten beteiligen», sagte der Bundesvorsitzende Rainer Wendt. Eine pauschale Saison-Gebühr von etwa 50 Millionen Euro wären dabei noch «ein echter Freundschaftspreis», erklärte Wendt. Allein die Personalkosten für die Polizeieinsätze bei Fußballspielen würden deutlich über 100 Millionen Euro liegen.

Für Zwanziger sind solche Forderungen nach wie vor inakzeptabel: «Das sind Wichtigtuer.» Zwar sei es «schlimm für uns», wenn tausende Polizeibeamten ein Fußballspiel sichern müssten. «Aber es ist eine Großveranstaltung wie jede andere – dort ist der Schutz des Staates gefragt», unterstrich der DFB-Chef, der als erste Ansprechpartner des DFB die Innenminister der Länder und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sieht, die mit rund 170 000 Mitgliedern wesentlich größer als die DPolG (80 000 Mitglieder) ist. Zudem verwies Zwanziger auf die soziale Kraft des Fußballs «in den vielen anderen Spielen», in denen es friedlich zugeht.

Er könne zwar nicht versprechen, dass es nie wieder Vorfälle geben werde. «Aber ich kann versprechen, dass wir nicht weggucken, diese Dinge betrachten, auswerten und mit den Möglichkeiten, die ein Verband hat, umsetzen», sagte Zwanziger. Und in letzter Konsequenz stünden dann auch Spiele vor leeren Rängen: «Wenn man spürt, das ist nur mit einer unverhältnismäßigen Zahl von Sicherheitsmaßnahmen überhaupt friedlich zu halten, dann muss man die Frage stellen, ob man dort noch mit Publikum spielen kann.»

DPolG-Vorsitzender Wendt warf DFB und DFL vor allem kommerzielles Denken vor und verlangte ein Mitspracherecht der Polizei bei den Spielansetzungen. Dem entgegnete Zwanziger: «Mit der ZIS gibt es eine zentrale Stelle, die alle Spiele betrachtet und die Ansetzungen unter Sicherheitsaspekten prüft.» Dennoch war das brisante Nordduell Hansa gegen St. Pauli an einem Montagabend angesetzt worden. Spiele nach Einbruch der Dunkelheit erschwerten die Arbeit der Polizei, so Wendt.

Nach den Ausschreitungen in Rostock, bei denen 23 Rostocker Fans wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs vorläufig festgenommen worden waren, laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Dazu werden Videoaufzeichnungen der Polizei ausgewertet. Im Zuge dieser Ermittlungen sei inzwischen ein Täter identifiziert worden, sagte der Rostocker Oberstaatsanwalt Peter Lückemann. Er soll mehrere Steine geworfen haben, dabei sei aber niemand verletzt worden.

Am Rande der Verleihung des Leo-Baeck-Preises, bei der Zwanziger vom Zentralrat der Juden für seinen Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung geehrt wurde, verurteilte der DFB-Präsident auch das Verhalten des St. Pauli-Profis Deniz Naki. Der U21-Nationalspieler hatte nach seinem Tor zum 2:0-Endstand mit einer Kopf-ab-Handbewegung die Rostocker Fans provoziert. «Diese Verhalten eines jungen Spielers, der auch Nationalspieler ist, ist inakzeptabel», sagte Zwanziger. «Das gehört nicht zum Fairplay. Man darf sich freuen, aber man freut sich nicht, indem man andere demütigt.» Naki hatte sich nach der Partie für seine Geste entschuldigt. Der DFB sperrte den 20-Jährigen nur für drei Spiele.

http://www.weltfussball.de/new…..s-denkbar/

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