In Plauen ist es nach dem Regionalligaspiel gegen den 1. FC Magdeburg (1:4) zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen. Anders als bei "üblicher" Randale waren am Mittwochabend aber weder Polizei noch Gästefans involviert – vielmehr trafen verärgerte VFC-Fans und Ordner im Vogtlandstadion aufeinander.
Die Plauener Anhänger waren über die desolate Leistung ihres Teams derart erbost, dass sie sich nach der Partie in Richtung Geschäftsstelle aufmachten, wo sich auch die Mannschaftskabinen befinden und die Pressekonferenz stattfand. Vor Ort kam es dann zu heftigen Handgreiflichkeiten zwischen den Fans und den dorthin beorderten Security-Leuten. Letztere haben sich laut Verein zu "überzogenen körperlichen Aktionen" hinreißen lassen. VFC-Aufsichtsratschef Bernd Stubenrauch entschuldigte sich auf der Homepage des Vereins für die Vorkommnisse. Es sei "nie und nimmer zu rechtfertigen, dass es durch einige Sicherheitskräfte zu tätlichen Angriffen auf die Fans und Zuschauer und dabei auch zu Verletzungen gekommen ist".
Sicherheitsfirma in Erklärungsnot
Derweil hat auch die Sicherheitsfirma C.O.P.S. ihr Bedauern über die Vorfälle ausgedrückt. Geschäftsführer Heiko Unger erklärte, man habe nach einem Hinweis, eine größere Gruppierung wolle den VIP- und Pressebereich stürmen, mehrere Mitarbeiter an Ort und Stelle geschickt. "Nach einigen Beschimpfungen und Anfeindungen gegen die Sicherheitskräfte schließen wir nicht aus, dass ein oder zwei Einsatzkräfte den Kopf verloren haben und es zu körperlichen Auseinandersetzungen gekommen ist", schrieb er in einem Fanforum. Erste Videoaufnahmen vom Geschehen seien ausgewertet worden. Man wolle Konsequenzen ziehen.
http://www.mdr.de/sachsen/chem…..60233.html