Fan-Angriff geplant ?
Regensburg. Rund 4500 Zuschauer , darunter 400 aus Burghausen, waren am Samstag ins Stadion in der Prüfeninger Straße gekommen, um das Ostbayern-Derby SSV Jahn 2000 Regensburg gegen den SV Wacker Burghausen zu verfolgen.
Aus Sicht der Polizei verlief das Spiel, sowie die An- und Abreise der Fußballfans überwiegend friedlich. Durch die Festnahme etlicher Fans konnten im Vorfeld Auseinandersetzungen verhindert werden, hieß es.
Bei dem Fußballspiel waren Polizeibeamte aus verschiedenen Bereichen eingesetzt. Starke Unterstützung bot die Bayrische Bereitschaftspolizei. Bewährt habe sich die Begleitung der Fangruppierungen durch sogenannte "Diskussionsbeamte" und szenekundigen Beamte.
Etwa die Hälfte der Burghausener Fans reiste mit der Bahn an. Die Bundespolizei hatte hier die An- und Abreise im Auge und brachte die Zugreisenden zum Bahnhofsvorplatz. Hier wurde der große Fanpulk überwiegend von der Bereitschaftspolizei ins Stadion in der Prüfeninger Straße begleitet und auch wieder zum Bahnhof zurückgebracht.
Es kam kurz zu einer Auseinandersetzung mit der Polizei, die jedoch durch Zurückdrängen der Fans schnell behoben werden konnte. hieß es von der Polizei.
Eine Auseinandersetzung mit den Regensburger Fans konnte glücklicherweise verhindert werden. Ein aufmerksamer Bürger verständigte die Polizei, dass im Dörnbergpark Zugänge mittels Fahrradschlössern versperrt sind und sich dort Personen aufhalten. Bei der sofortigen Überprüfung flüchteten die Personen, konnten jedoch teilweise noch im Park und nach der Verfolgung auch ausserhalb des Parkes festgenommen werden.
Sie hatten offensichtlich einen Angriff auf die vorbeiziehenden Fans geplant, da bereitgelegte Farbbeuteln und Farbbecher im Park gefunden wurden. Außerdem wurde noch ein "Knallkörper" sowie Vermummungsgegenstände aufgefunden.
Die 23 Festgenommenen, Anhänger des SSV Regensburg, wurden nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Die Ermittlungen laufen nun unter anderem wegen des Verdachts eines Vergehens nach dem Sprengstoffgesetzes, einem Vergehen nach dem Versammlungsgesetzes sowie Beleidigung.
Im Stadion wurde ein angereister Fan wegen eines Vergehens des Hausfriedensbruches festgenommen. Gegen ihn bestand ein bundesweites Stadionverbot.
Außerdem wurde ein 22jähriger Regensburger wegen eines Vergehens nach dem Sprengstoffgesetz, dem Mitführen eines verbotenen Böllers, festgenommen.
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