Homberg schätzt Schaden auf 3000 Euro
Die Bestandsaufnahme der Homberger Verantwortlichen fiel nach dem 1:2 im Niederrheinliga-Derby gegen den KFC Uerdingen ernüchternd aus.
Gäste-Fans hatten im VfB-Stadion randaliert und Sitzschalen herausgerissen. „18 Sitze sind beschädigt worden. Außerdem wurde die komplette Herrentoilette mit Graffiti vollgeschmiert. Über den Daumen dürfte sich der Schaden bei 3000 Euro einpendeln", erklärt Hombergs Fußball-Abteilungsleiter Wolfgang Graf sichtlich schockiert.
Die VfB-Verantwortlichen haben bei der Polizei Anzeige erstattet. „Wir müssen mit den Beamten noch Rücksprache halten. Sie haben während des Spiels mehrere Personalien von Uerdinger Fans aufgenommen", so Graf.
Außerdem erwägen die Homberger eine Anzeige gegen Uerdingens Torwart Ronny Kockel. Der Schlussmann hatte nach dem Abpfiff einen Plastikstuhl kaputt getreten. Kockel wollte den Schaden eine halbe Stunde nach Abpfiff mit 20 Euro begleichen. Die Homberger Chefetage lehnte ab. Graf: „Uns ging es hierbei weniger um den materiellen Wert, sondern um die Wirkung nach außen. Diese Sache ist direkt vor den ohnehin schon aufgebrachten Uerdinger Fans passiert. So etwas hätte zu einer noch größeren Eskalation führen können. Als Fußballer muss man sich einer gewissen Verantwortung bewusst sein. So ein Verhalten ist absolut nicht zu tolerieren."
In dieser Saison erwarten die Gelb-Schwarzen mit dem FC Remscheid und Union Solingen jeweils in der Rückrunde noch zwei Gegner, die mit hartem Fan-Kern anreisen. Graf: „Die Solinger haben sich hier in der letzten Serie einwandfrei benommen. Sollten wir in nächster Zeit allerdings erneut gegen Uerdingen ein Heimspiel haben, dann findet es garantiert nicht in unserem großen Stadion statt, sondern auf einem Nebenplatz, wo diese sogenannten Fans nichts zerstören können."
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