[...] Zu den Ereignissen beim Spiel Roter Stern Lübeck (RSL) gegen die dritte Mannschaft des VfB Lübeck nimmt der Vorstand des RSL Stellung [...]
[...] die Stellungnahme des Vereins im Wortlaut:
(") Am 11. Oktober 2009 empfing der Rote Stern Lübeck die dritte Mannschaft vom VfB Lübeck. Hiermit möchten wir die Geschehnisse während und nach dem Spiel zur bisherigen Berichterstattung richtig stellend bzw. ergänzend schildern.
1. Während des Spiels ist niemand auf den Platz gestürmt. Die betreffenden VFB-Hooligans standen am Spielfeldrand und beschimpften die Spieler des Roten Sterns, drohten diesen mehrfach, sie nach Spielschluss umzubringen, bezeichneten sie wiederholt als "Schweine", zeigten immer wieder Hitlergrüße, begleitet von "Sieg Heil"-Rufen. Polizei war in der ersten Halbzeit nur in Zivil anwesend.
2. In der Halbzeitpause stürmten die 10-20 VFB-Hooligans (nicht die Ultras) auf den Platz und bauten sich vermummt 10 Meter vor den Anhängern des Roten Sterns auf, forderten sie dazu auf, sich mit ihnen zu schlagen. Die Fans des RSL ließen sich davon jedoch nicht provozieren. Ein szenekundiger Beamter in Zivil konnte durch namentliches Ansprechen der VFB-Anhänger diese dazu zu bewegen, sich an ihren Platz zurück zu bewegen. Erst danach kam ein größeres Aufgebot der Polizei mit Helmen, Schlagstöcken und Hunden.
3. Diese stellten sich nun vor die RSL-Fans, die Beschimpfungen und Drohungen durch die gewaltbereiten Hooligans des VFB auf der anderen Seite des Spielfeldes gingen ungestört weiter.
4. Nach Spielschluss wollten wir (die Mannschaft des RSL) uns bei unseren Unterstützern bedanken, vor ihnen hatte die Polizei jedoch eine Kette gebildet, an der wir erst mal vorbei mussten. Die VFB-Hooligans standen unbeachtet auf der anderen Seite des Platzes.
5. Beim Verlassen des Platzes in Richtung Umkleidekabinen wurden meine Mannschaft und die Betreuer des RSL von den VFB-Hooligans mit Flaschen beworfen und beschimpft. Die Polizei stand tatenlos in etwa 70 Meter Entfernung weiter vor den RSL-Anhängern. Auf Hinweise entgegneten sie, sie hätten es nicht gesehen und seien sowieso mit zu wenig Beamten vor Ort, um dagegen vorzugehen. Sie würden hier außerdem die RSL-Fans schützen. Die Beamten haben nach Spielende also eben gerade nicht eingegriffen, eine Eskalation wurde dadurch verhindert, dass sich die Aktiven des RSL nicht haben provozieren lassen, sondern einfach in die Kabine gingen.
6. Die Beamten haben einen Teil der Anhänger des RSL bis zum Lindenteller, nicht bis zur Alternative geleitet.
7. Nach dem Spiel entschuldigten sich Spieler und Betreuer und auch Ultras des VFB für das Verhalten der Gruppe, distanzierten sich von den Gewaltbereiten.
8. Außerdem ist zu bemerken, dass die Aggression nicht von den Ultras (Frontside 99, UKL usw.) des VFB ausgingen. Diese verhielten sich genauso fair wie alle Spieler beider Mannschaften, sowie der Anhänger des RSL, sorgten mit diesen aber vor allem für eine imposante Geräuschkulisse (400 Zuschauer bei einem Kreisklasse D Spiel sind aber auch so schon enorm…) (")
http://www.ultras.ws/roter-ste…..48-s8.html