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23:04 14. Mai 2009
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Die Gewalt bei Fußballspielen nimmt stetig zu. Die Polizei berät sich daher auf einer Fachtagung in Berlin über Wege zur Eindämmung der Gewalt.
Berlin. Nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei (GdP) haben die gewalttätigen Ausschreitungen bei Fußballspielen drastisch zugenommen. Aus diesem Grund berät sich die Polizei seit Donnerstag auf einer zweitägigen Berliner Fachtagung im Berliner Olympiastadion über Wege zur Eindämmung von Krawallen am Rande von Fußballspielen in Deutschland.
Nicht anwesend sein werden bei der Tagung Vertreter des Deutschen Fußballbundes (DFB) und der Fanprojekte der Vereine. DFB-Sprecher Harald Stenger sagte, Präsident Theo Zwanziger habe aus terminlichen Gründen absagen müssen. Und eine Einladung für den DFB-Sicherheitsbeauftragten Helmut Spahn sei «zu kurzfristig» eingegangen. Auch er habe ebenfalls bereits andere Verpflichtungen.
Deutschlandweit haben derzeit 2.900 Personen ein Stadionverbot
Die Anzahl der gemeldeten Fälle von Gewaltdelikten liegt nach Angaben der Polizei rund 30 Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Sogar bei Amateurliegen seien Hooligangs zum Alltag geworden.
Der Inspekteur der Länder-Bereitschaftspolizeien, Jürgen Schubert, sagte, »die Bilder von Gewalt am Rande von Fußballspielen ziehen sich quer durch die Republik«. In der Saison 2007/2008 habe es dabei einschließlich der unteren Ligen mehr als 900 Verletzte gegeben, darunter befanden sich auch 111 Polizisten. 2.900 Personen haben aufgrund solcher Übergriffe Stadionverbot erhalten. Knapp 90 Prozent der Gewaltdelikte würden im Profifußball registriert werden.
Rund 1,3 Millionen Arbeitsstunden für die Sicherheit von Fußballfans
Neuerdings würden Auseinandersetzungen mit der Polizei in der »dritten Halbzeit« sogar bewusst in Innenstädten gesucht werden. Und auch das Stürmen von gegnerischen Vereinslokalen ist als Trend erkennbar.
Der Präsident der Direktion Bundesbereitschaftspolizei, Friedrich Eichele, bezeichnete die Begleitung bahnreisender Fans als Einsatzschwerpunkt. An jedem Wochenende seien durchschnittlich 2.000 Beamte damit beschäftigt. Zu den Schwerpunktbahnhöfen zählten Hannover, Frankfurt am Main, Mannheim, Magdeburg und Leipzig. Insgesamt investiere die Polizei fast 1,3 Millionen Arbeitsstunden pro Saison, um für die Sicherheit bei Fußballspielen zu sorgen. http://www.die-topnews.de/fach…..ans-351211
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23:10 14. Mai 2009
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900 Verletzte bei Fußball-Randalen
Auf einer Fachtagung der Polizei geht es seit Donnerstag in Berlin um Wege zur Eindämmung von Krawallen am Rande von Fußballspielen in Deutschland. Nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei (GdP) haben die gewalttätigen Ausschreitungen drastisch zugenommen. Die Zahl der Fälle liege «rund 30 Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre«. »Hooligans sogar bei Spielen der Amateurligen sind Alltag geworden«, sagte Jörg Radek vom GdP-Bundesvorstand zu Beginn der zweitägigen Diskussion zum Thema »Fußball und Gewalt« mit Vertretern der Bundespolizei, von Kommunen und der Politik im Berliner Olympiastadion.
Der Inspekteur der Länder-Bereitschaftspolizeien, Jürgen Schubert, sagte, »die Bilder von Gewalt am Rande von Fußballspielen ziehen sich quer durch die Republik«. In der Saison 2007/2008 habe es dabei einschließlich der unteren Ligen mehr als 900 Verletzte gegeben, darunter 111 Polizisten. Aktuell bestünden für 2900 Personen Stadionverbote. Knapp 90 Prozent der Gewaltdelikte würden im Profifußball registriert.
Die größte Gewalt gehe von der »Ultra-Bwegung« aus – »schwarze Blöcke«, wie sie von politischen Demonstrationen bekannt seien, sagte Schubert. Neu sei, dass die Auseinandersetzungen mit der Polizei in der »dritten Halbzeit« bewusst auch in Innenstädten gesucht und auch Vereinslokale des Gegners gestürmt würden. Erkennbar sind laut Schubert auch »Überschneidungnen mit der rechten Szene". 10 bis 15 Prozent der gewaltbereiten Fans würden diesem Spektrum zugerechnet, was auch an der Kleidung ersichtlich sei.
Der Präsident der Direktion Bundesbereitschaftspolizei, Friedrich Eichele, bezeichnete die Begleitung bahnreisender Fans als Einsatzschwerpunkt. An jedem Wochenende seien durchschnittlich 2000 Beamte damit beschäftigt. Zu den Schwerpunktbahnhöfen zählten Hannover, Frankfurt am Main, Mannheim, Magdeburg und Leipzig. Zu Auseinandersetzungen mit randalierenden Fans komme es ebenso in Zügen, S-Bahnen, an kleinen Stationen oder auf offener Strecke. Dabei spiele oftmals Alkohol eine Rolle. Ein Problem sei ebenfalls die sogenannte Solidarisierung der Fußballanhänger untereinander, was in dem versuchten «Freipressen» von in Gewahrsam genommener Fans gipfele.
Der GdP-Vorsitzende Konrad Freiberg sagte vor der Tagung im ddp-Interview, allein im Jahr 2008 habe es 127 länderübergreifende Großeinsätze der Polizei bei Fußballspielen gegeben. 40 Prozent davon seien bei Begegnungen in unteren Ligen notwendig gewesen. Fast 1,3 Millionen Arbeitsstunden investierten die Polizeien des Bundes und der Länder pro Saison, um für die Sicherheit bei Fußballspielen zu sorgen.
Nach den Worten von Radek nahmen die »problematischen Fangemeinden« zu. »Längst sind es nicht die häufig auffälligen Vereine Karlsruher SC, Hansa Rostock, Eintracht Frankfurt, Dynamo Dresden, Waldhof Mannheim, Kickers Offenbach, FC St. Pauli und 1. FC Magdeburg, die beispielsweise für problematische Fans bekannt sind.« Auch Vereine wie Holstein Kiel, VFB Lübeck, Wormatia Worms oder Sachsen Leipzig sorgten für »Polizeirelevanz«.
Vertreter des Deutschen Fußballbundes (DFB) und der Fanprojekte der Vereine sind bei der Tagung nicht anwesend. DFB-Sprecher Harald Stenger sagte, Präsident Theo Zwanziger habe aus terminlichen Gründen absagen müssen. Eine Einladung für den DFB-Sicherheitsbeauftragten Helmut Spahn sei «zu kurzfristig» eingegangen, er habe ebenfalls bereits andere Termine. http://www.dernewsticker.de/ne…..?id=112886
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09:37 16. Mai 2009
| Morlock
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"Bayerische Linie" gegen Hooligans
Die dritte Fußball-Liga gilt als hartes Pflaster: Nach dem Abstieg des FC Ingolstadt müssen sich Polizei und Sicherheitskräfte auf Randalierer aus Dresden oder Wuppertal vorbereiten. Der Aufwand, um die Ultras und Hooligans in den Griff zu bekommen, wird künftig deutlich größer.
"Die harten Burschen fahren dahin, wo sie Randale erwarten – und das ist hoffentlich nicht Ingolstadt", meint ein Münchner Fußballexperte, der tiefen Einblick in die Gewaltszene rund um die Stadien hat und deshalb auch lieber anonym bleiben möchte. Der Abstieg der Schanzer Kicker in die dritte Fußball-Liga komme aus seiner Sicht "genau zum richtigen Tag", denn nach dem jetzigen Tabellenstand steige Union Berlin in die 2. Bundesliga auf. Deren Gewalt-Fans haben schließlich "ein atemberaubendes Potential".
In der Tat gibt es vor allem bei den alten Vereinen der ehemaligen DDR einige Anhänger der Kategorie C, die regelmäßig durch brutale Schlägereien auf sich aufmerksam machen. Aber nicht nur die so genannten Ultras und Hooligans aus Dresden oder Erfurt machen den Sicherheitskräften Sorgen: Auch in Wuppertal oder Düsseldorf gibt es Gewalttäter, für die Fußball nur Nebensache ist. Die Konsequenz: "Je nach Mannschaft und Spielverlauf erwarten wir deutlich mehr Aufwand als bisher", sagt Ignaz Brunner, Leiter der Polizeiinspektion Ingolstadt, der die dritte Liga generell für "problematischer" als die 2. Bundesliga hält.
Aber: "Es gibt nur sehr wenige Fans, die nur auf Schlägereien aus sind", stellt der Polizeichef fest, der regelmäßig in den vergangenen Monaten Einsatzleiter bei den Spielen im ESV-Stadion war. Brunner vertritt die "bayerische Linie", bei der jede Art von Krawall sofort im Keim erstickt wird. "Es ist bundesweit bekannt, dass mit uns nicht gut Kirschen essen ist", weiß der Inspektionsleiter. Damit das auch in der dritten Liga so bleibt, "wird es mit Sicherheit sehr viele Spiele mit deutlicher Polizeipräsenz geben", kündigt Ignaz Brunner an.
Der Sicherheitserfolg in der 2. Liga – Brunner: "Wir hatten keine Probleme" – liegt zum einen an der rigorosen Einschränkung des Alkoholausschanks bei Hochrisiko-Spielen. Zudem gab es bislang vor jeder Begegnung mindestens eine Sicherheitsbesprechung mit allen Beteiligten. "Da wird jedes Detail von A bis Z geklärt", berichtet der FC-Sicherheitsbeauftragte Bahadir Balantekin, dessen Ordner vom Polizeichef als "super-professionell" gelobt werden. "Wir sind gut ausgebildet und werden regelmäßig geschult", begründet Balantekin den guten Ruf seiner Leute. Psychologie sei das wichtigste Instrument der Sicherheitskräfte, so der Security-Chef, körperliche Einsätze dagegen nur das letzte Mittel.
"Ich bin zuversichtlich und mache mir keine Sorgen", bekräftigt denn auch Stadionmanager Bernd Kohlmeier. Allerdings schwant auch ihm, dass "einiges auf uns zukommen wird". Kohlmeier erinnert zum Beispiel an das Spiel in Regensburg, als 200 Dresdner den Platz stürmten. "Die dritte Liga ist ein anderes Pflaster", stellt der Stadionmanager klar. Jürgen Filip von der Fanbetreuung weist indes darauf hin, dass der FC Ingolstadt als junger Verein keine traditionellen Feindschaften pflege. "Wir haben grundsätzlich keine Probleme mit anderen Vereinen und sind in ganz Deutschland als friedlich bekannt", berichtet Filip. Vorurteile gegenüber bestimmten Fans "bringen nichts".
Auch der Münchner Hooligan-Experte empfiehlt einen maßvollen Umgang mit dem Problem: "Auf jedem Volksfest gibt es mehr Randale", meint der Szenekenner, der von einem neuen Hooligan-Trend erzählt: "Seit einigen Jahren gibt es Turniere auf der grünen Wiese weitab von den Stadien", weiß der Experte. Diese verabredeten Schlägereien seien auch nicht wirklich gefährlich: "Junge Männer müssen miteinander kämpfen dürfen. Das hat nichts mit Gut und Böse zu tun." http://www.donaukurier.de/loka…..99,2098417
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09:39 16. Mai 2009
| Morlock
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Angriff auf die Polizei
In den Fußballstadien von NRW werden die Einsatzkräfte immer häufiger mit Steinen, Flaschen und Brandsätzen attackiert. Die Polizeigewerkschaft fordert drei zusätzliche Hundertschaften im Land.
Berlin. Frank Lange sichert die Tür der Straßenbahn, als die Geschosse einschlagen. "Ultras" des 1. FC Köln greifen den Wagen kurz vor dem Stadion mit Flaschen und Steinen an. Nur weil die Bahn zügig aus der Gefahrenzone fährt, kommt es nicht zur Straßenschlacht. "Die Fans von Mönchengladbach wollten durch die zerbrochenen Scheiben klettern und zurückschlagen", berichtet Lange.
Der 39-Jährige ist Zugführer der Bereitschaftspolizei in Bochum. Brenzlige Situationen gehören zum Alltag. Fast an jedem Wochenende ist seine Einheit bei Fußballspielen im Einsatz. Ein gefährlicher Job. "Die gewalttätigen Ausschreitungen haben in den vergangenen zehn Jahren um 30 Prozent zugenommen", sagt Jörg Radek vom Bundesvorstand der Gewerkschaft der Polizei (GdP). "Hooligans sind sogar bei Spielen der Amateurligen Alltag." Polizisten werden immer häufiger mit Steinen, Flaschen und Brandsätzen angegriffen.
Bei einem Symposium der GdP zum Thema "Fußball und Gewalt" im Berliner Olympiastadion wurde jetzt die neue Dimesion der Fan-Gewalt deutlich. In der Saison 2007/2008 gab es in den Stadien mehr als 900 Verletzte, darunter 111 Polizisten. Bei der Randale, die von den Gewalttätern als "dritte Halbzeit" bezeichnet wird, werden bewusst auch Innenstädte gestürmt. Zehn bis 15 Prozent der gewaltbereiten Fans sind der rechten Szene zuzuordnen, sagt der Inspekteur der Länder-Bereitschaftspolizeien, Jürgen Schubert.
In NRW machen der Polizei nicht nur die Fans der Spitzenteams Sorgen. "Wir haben eine Massierung von Traditionsvereinen in den unteren Ligen", sagt Arnold Plickert vom Polizeipräsidium Bochum. "Mitunter müssen die Beamten bereits bei Bezirksligaspielen eingesetzt werden", berichtet der Hauptkommissar.
Ausschreitungen der so genannten Ultras sind kaum von den Gewaltexzessen von Extremisten zu unterscheiden. Schwarz gekleidet und vermummt treten sie der Polizei entgegen. "Viele interessieren sich nicht für Fußball", sagt Konrad Freiberg, der Vorsitzende der GdP. "Ihnen geht es nur darum, Dampf abzulassen." Mit zunehmenden sozialen Problemen bekommen die "schwarzen Blöcke" offenbar immer mehr Zulauf.
In NRW sorgt die modifizierte Ligastruktur für zusätzliche Polizeieinsätze. In der 3. Bundesliga begegnen sich etliche Traditionsvereine mit zum Teil problematischer Anhängerschaft. "Selbst in der 5. Liga haben wir Risikospiele", sagt Plickert. Die Zahl der Strafverfahren gegen Störer in den NRW-Stadien hat in der Saison 2007/2008 um 4,2 Prozent zugenommen. Schwere Delikte wie Raub (plus 175 Prozent) und Landfriedensbruch (plus 60,5 Prozent) kamen deutlich häufiger vor. In mehr als 200 Fällen kamen Unbeteiligte zu Schaden.
In Nordrhein-Westfalen gibt es rund 2400 Bereitschaftspolizisten. Eine Zahl, die längst nicht mehr ausreicht, kritisiert Frank Richter, Vorsitzender der GdP in NRW. "Um unseren Verpflichtungen nachzukommen, bräuchten wir drei zusätzliche Hundertschaften." Selbst das eine freie Wochenende im Monat, das den Beamten per Erlass zustehe, müsste wegen der Einsatzbelastung regelmäßig gestrichen werden.
Zugführer Frank Lange arbeitet nun acht Wochenenden in Folge. Auch heute ist er wieder im Einsatz. Seine Einheit begleitet die Fans von Eintracht Frankfurt ins Bochumer Stadion. Quelle: Rheinische Post
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09:56 16. Mai 2009
| Morlock
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Städtetag droht mit Absage von Bundesligaspielen 900 Verletzte bei Krawallen in der vergangenen Saison – Eskalierende Gewalt überfordert die Polizei
Das Berliner Olympiastadion wurde für das heutige Spitzenspiel Hertha BSC gegen Schalke 04 herausgeputzt, während es in den Katakomben um ein ernstes Thema ging: die bundesweit zunehmende Gewalt am Rande von Fußballspielen. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hatte zu einem zweitägigen Symposium eingeladen, doch Vertreter des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und der Fanprojekte der Vereine erschienen nicht. Das sorgt nun für Auseinandersetzungen. "Es kann nicht sein, dass der Fußball-Bund viel Geld verdient und einer Veranstaltung zum Thema Fußball und Gewalt fernbleibt", sagte Gerd Landsberg, der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB), auf dem Kongress. Fußball-Bund und Vereine dürften ihre Verantwortung nicht bei der Polizei und den Städten abladen.
Der GdP-Bundesvorsitzende Konrad Freiberg bezeichnete das Fernbleiben des DFB als "Eigentor". Dieser könne sich nicht aus der Verantwortung stehlen. Er forderte deshalb einen Fußballgipfel mit allen betroffenen Gruppen unter Leitung von Sport- und Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU). Neben der Polizei sollen zu dem Runden Tisch Vertreter des DFB, der Deutschen Fußball Liga (DFL), der Fanvereinigungen, der Deutschen Bahn, der Kommunen und der Politik zu dem Fußballgipfel eingeladen werden. Da die Präventionsarbeit mit diesen Gruppen ohnehin seit Langem laufe, hält Schäubles Ministerium einen solchen Gipfel allerdings für "aktionistisch".
Doch Landsberg unterstützt den Vorschlag für ein Spitzentreffen mit dem DFB. Er glaube nicht, dass dessen Präsident Theo Zwanziger diese Einladung ausschlagen würde. DFB-Sprecher Harald Stenger sagte, Zwanziger habe aus terminlichen Gründen absagen müssen. Der DFB-Sicherheitsbeauftragte Helmut Spahn sei von der GdP zunächst nicht gewollt und dann zu kurzfristig eingeladen worden. Allerdings geht aus einem Brief an die GdP hervor, dass der DFB sich einen anderen Titel als "Fußball und Gewalt" für die Tagung im Olympiastadion wünschte. Denn der DFB hält Gewalt für kein Phänomen, das speziell dem Fußball anzulasten sei, heißt es in einem Schreiben. Stenger sagte der WELT: "Wenn die GdP behauptet, wir nähmen das Thema Gewalt nicht ernst, stellt sie sich selbst ins Abseits."
Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Ulrich Mäurer (SPD) aus Bremen, zeigte sich auf dem Kongress entsetzt über die steigende Gewalt. Die Polizeieinsätze hätten Ausmaße angenommen, die in der Sommerpause ein Spitzengespräch mit dem DFB notwendig machten. Es gebe an Wochenenden "Situationen wie bei Bürgerkriegen". Ganze Straßenzüge seien zeitweise nicht mehr begehbar. Mäurer plädierte für ein härteres Vorgehen der Polizei gegen gewalttätige Fans. Bereits bei der Anreise seien Kontrollen in den Zügen erforderlich, um Täter frühzeitig vor einem Spiel festsetzen zu können.
Laut GdP nehmen die gewalttätigen Ausschreitungen drastisch zu. Die 4577 Straftaten der letzten Saison lägen rund 30 Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. "Hooligans sind sogar bei Spielen der Amateurligen Alltag geworden", sagte Jörg Radek vom GdP-Bundesvorstand. Freiberg forderte eine Liste der Vereine mit den meisten Krawallen, um die Gewalt öffentlich zu ächten. Der Inspekteur der Länder-Bereitschaftspolizeien, Jürgen Schubert, sagte auf dem Symposium, in der letzten Saison habe es einschließlich der unteren Ligen mehr als 900 Verletzte gegeben, darunter 111 Polizisten. Aktuell bestünden für 2900 Personen Stadionverbote. Knapp 90 Prozent der Gewaltdelikte würden im Profifußball registriert. Die größte Gewalt gehe von Schwarzen Blöcken aus, wie sie von Demonstrationen bekannt seien, sagte Schubert.
Neu sei, dass die Auseinandersetzungen mit der Polizei bewusst auch in Innenstädten gesucht und sogar Vereinslokale des Gegners gestürmt würden. Erkennbar seien auch Überschneidungen mit der rechten Szene. Zehn bis 15 Prozent der etwa 12 000 gewaltbereiten Fans würden diesem Spektrum zugerechnet. DStGB-Chef Landsberg will die Justiz mit ins Boot holen. Staatsanwälte und Richter sollten in den Stadien dabei sein, um Randalierer rasch zu bestrafen. Freiberg zufolge gab es im vergangenen Jahr 127 länderübergreifende Großeinsätze der Polizei bei Fußballspielen. Wegen Überlastung und Personaleinsparungen drohte er mit der Absage von Bundesligaspielen: "In vielen Städten ist die Polizei personell am Ende. Dann muss es möglich sein, Spiele abzusagen." Laut Landsberg hätte es zumindest eine pädagogische Wirkung, wenn Bundesligaspiele als letzte Konsequenz abgesagt würden. Spätestens dann würden "die Fußball-Verantwortlichen wohl reagieren". http://www.welt.de/die-welt/ar…..ielen.html
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10:02 16. Mai 2009
| Morlock
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Fussball-Randale: DFB weicht dem Thema Gewalt aus!
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat den Deutschen Fußballbund (DFB) aufgefordert, sich offensiver dem Problem der massiven Gewaltentwicklung im Fußballgeschehen zu stellen. Auf dem zweitägigen GdP-Symposium „Fußball und Gewalt", das am heutigen Freitag in Berlin zu Ende geht, bedauerte der GdP-Vorsitzende, dass die DFB-Spitze nicht an der Veranstaltung teilgenommen hat. Freiberg: „Wir haben den Eindruck, dass dem DFB das Thema nicht behagt. Meine Kolleginnen und Kollegen halten jedes Wochenende ihre Köpfe hin, damit der Fußballbetrieb aufrecht erhalten werden kann. Es ist nicht zu kritisieren, dass der DFB mit dem Fußball viel Geld verdient. Es kann aber nicht hingenommen werden, dass Gesellschaft und vor allem die Polizei die negativen Folgen alleine tragen sollen.
Eindrucksvoll hatten Polizeipraktiker auf dem Symposium dargestellt, mit welch massiver Gewalt die Beamtinnen und Beamten zunehmend auch bei Spielen der unteren Ligen konfrontiert werden. Jörg Radek, im GdP-Vorstand zuständig für Großeinsätze: „Nicht nur in den Stadien, in deren näherer Umgebung, sondern auch auf den Reisewegen insbesondere der Deutschen Bahn werden gewalttätige und alkoholisierte Fußballfans auch für andere Reisende zunehmend zum Problem. Die Polizei muss an jedem Fußballwochenende randalierende Fans kreuz und quer durch das Land begleiten. Unsere Reserven sind erschöpft." http://www.cop2cop.de/2009/05/…..ewalt-aus/
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