Demo: "Fußball-Fans sind keine Verbrecher!"
Vor dem Anpfiff des Fußballspiels der Fortuna gegen Dynamo Dresden haben am Samstag 300 Fans "für eine freie Fankultur" demonstriert. Der Supporters Club Düsseldorf hatte zu dem Protestmarsch aufgerufen.
Der Zug führte vom Aquazoo an der Gaststätte Kastanie vorbei zur LTU-Arena. Um die Kastanie hatte es vor zwei Wochen einen umstrittenen Polizeieinsatz gegeben, der Grund für die angemeldete Demonstration war. Mehrere hundert Fans waren vor dem Spiel gegen Union Berlin in dem Lokal von Polizisten festgesetzt worden.
Dass von der Aktion, bei der auch Pfefferspray zum Einsatz gekommen war, auch unbescholtene Fortuna-Fans und Vereinsmitarbeiter betroffen waren, hatte nach dem Spiel zu heftiger Kritik geführt. Fünf Strafanzeigen wegen Freiheitsberaubung sind gegen die Polizisten eingegangen, zwei davon namentlich gegen Einsatzleiter Norbert Topka.
Auch einige Dienstaufsichtsbeschwerden werden bei der Polizei geprüft – wie überhaupt der gesamte Einsatz im Nachhinein polizeiintern auf dem Prüfstand ist.
Unabhängig davon bereitete sich Fußball-Einsatz-Spezialist Norbert Topka vor dem Dresden-Spiel auf den nächsten großen Einsatz vor. Die Fans forderten auf der Demonstration seine Ablösung.
"Menschenrechte gelten auch für Fußball-Fans" meinen sie. Auch die Fan-Demo wurde von der Polizei begleitet, in erster Linie zur Sicherung des Demonstrationswegs. Es war ein friedlicher Zug, der ohne Störungen verlief. Immer wieder skandierten die Teilnehmer: "Fußball-Fans sind kleine Verbrecher!"
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Foto: rpo, Falk Janning.
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