Anko M. liegt seit Sonnabend auf der Intensivstation des Brandenburger Klinikums. Der Fußballfan des FC Stahl Brandenburg hatte sich während des Brandenburgligaspieles gegen den Eisenhüttenstädter FC Stahl (1:7) eine schwere Kopfverletzung zugezogen. Seitdem liegt er auf der Intensivstation des Klinikums und wurde dort in ein künstliches Koma versetzt.
„Der Mann war stark alkoholisiert und führte in seinem Rucksack Glasflaschen mit", so Stahl-Pressesprecher Volker Lobs. Entsprechend der Anweisung des Vorstandes wurde der Premnitzer daraufhin des Platzes verwiesen und aus dem Stadion geführt. Vor dem Stadion habe es dann plötzlich eine Rangelei gegeben, in deren Folge der schwergewichtige 38-Jährige mit dem Hinterkopf aufschlug. Gerüchte, der Fan sei verprügelt worden, wies Lobs weit von sich. „Die Ordner haben nur ihre Arbeit gemacht." Dafür gebe es auch einen Zeugen.
Nach dem Sturz holten die Ordner sofort die Physiotherapeutin Katrin Pape von der Mannschaftsbank, die die Erstversorgung übernahm und einen Krankenwagen anforderte.
Anko M. ist beim FC Stahl kein Unbekannter. Er fiel schon mehrmals auf. Beim Pokalspiel des FC Stahl vor einem Jahr beim TSV Chemie Premnitz ging er zum gegnerischen Fanblock und provozierte damit den Einsatz der dort zahlenmäßig stark vertretenen Polizei.
„Inzwischen ermittelt die Kriminalpolizei wegen des Verdachts der Körperverletzung", so Polizeisprecherin Jana Birnbaum. Die Lebensgefährtin des verletzten Fans sei auch schon bei der Polizei vorstellig geworden. Diese habe zudem informiert, dass Anko M. inzwischen außer Lebensgefahr sei.
Seit kurzem setzt der FC Stahl stärker auf Ordnung und Sicherheit im Stadion, nachdem es im Frühjahr im Pokalspiel gegen den BSC Süd 05 zu Ausschreitungen gekommen war. Dazu wurden aus den Reihen der Fans Ordner gewonnen. Seitdem hat sich die Lage während der Spiele etwas gebessert.
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